Reviews

8.4

In Extremo und "Kompass Zur Sonne": Der Berg Golgota

Metaphorisch aufgeladene Orte hat der Mensch zuhauf produziert. In einem Dschungel aus Mythen und Halbwahrheiten malen sich alle Beteiligten ihr eigenes Bild, ziehen ihre individuellen Schlüsse. Interpretationsspielraum und bildliche Sprache haben auch und besonders einen festen Platz in der (mittelalterlichen) Musikszene.
5.7

Die Kreatur und ihr gleichnamiges Debüt:True Crime

Die Dunkelheit fasziniert den Konsumenten seit jeher: Ob als Podcast vertont, auf der Bühne inszeniert oder cineastisch aufbereitet – Kulturgüter des „True Crime“-Genres erfreuen sich speziell in jüngerer Vergangenheit wachsender Beliebtheit und vermeintlich unauffällige Mitbürger ergötzen sich plötzlich ungeniert am Leid anderer.
Trivium What The Dead Man Say Cover
7.3

Trivium und "What The Dead Men Say": Charta der Vielfalt

Trotz andauernder Social-Media-Beschallung und intensiver Medienpräsenz scheint Matthew Heafy schlussendlich die Zeit für das nunmehr neunte Studiowerk seiner Mannen um Trivium gefunden zu haben. Und während zahlreiche Interpreten ihre Veröffentlichungen virusbedingt aufschieben, steht mit „What The Dead Men Say“ ein durchaus facettenreiches Werk in den angestaubten Startlöchern.
7.5

Thundercat und „It Is What It Is“: Space-Jazz für’s Homeoffice

Mit seinem vierten Album zementiert der Kronprinz des Grooves seinen Sound, ohne neue Experimente zu wagen.
7.9

August Burns Red und "Guardians": Auf die Fresse, aber nicht stumpf

„Auf die Fresse“ trifft das Album vermutlich ganz gut – aber während diese Bezeichnung oft mit röhrenden Gitarrensounds und immer den gleichen schnellen Beats einhergeht und stumpfe Aggressionen musikalisch verpackt, ist die neue Platte von August Burns Red überhaupt nicht „stumpf“.
8.3

Stand Up Stacy und "The Magnificent You": Pop Punk anders

Die Münchner Pop-Punk-Band Stand Up Stacy ist nach zwei EPs nun endlich mit einem ganzen Album zurück an der Bildoberfläche. Und „The Magnificent You“ hat es als Hybrid aus Pop Punk und Punkrock mit einer Spur Hardcore-Punk in sich.
7.5

Grey Daze und „Amends“: Die Anfänge einer Legende

Ende 2019 wurde bekannt gegeben, dass Grey Daze kurz vor dem Tod ihres Gründungsmitglieds Chester Bennington begonnen hatten, alte Tracks neu aufzunehmen und ein Album sowie ein Reunion-Konzert zu planen. „Amends“ erscheint nun fast drei Jahre später im Gedenken an den mit Linkin Park weltweit bekannt gewordenen Sänger.
8

Enter Shikari und "Nothing Is True & Everything Is Possible": Sorry, they are winners

In dieser seltsamen Zeit kommen Enter Shikari wie vier Messiasse mit ihrem neuen Album “Nothing Is True & Everything Is Possible” daher und erlösen ihre Fans von der grauen Einöde.
8

Chaver und „A Cellar Door“: Der Frust sitzt tief

Letztes Jahr haben Chaver es mit „Transference“ zu unserem Album der Woche gebracht. Ein wenig mehr als ein Jahr später erscheint der Nachfolger und bringt musikgewordenen Frust und geballte Wut auf die Plattenteller.
7.1

Viagra Boys und “Common Sense”: Es kommt nicht auf die Länge an

Viagra Boys schaffen es, trotz gerade mal einer knappen Viertelstunde Stehvermögen, auf ihrer neuen EP einen irrwitzigen Ritt durch gewohnt krude Klangwelten auf die Beine zu stellen.
Label Color
Rot