Reviews

Cover des Albums Rio I.

Retro Review: Wie „Rio I.“ aus einem Anarchisten einen König machte

Nach der Auflösung der legendären Politrock-Band Ton Steine Scherben nahm ihr Frontmann Rio Reiser ein Soloalbum auf, um die angehäuften Schulden abzubezahlen. „Rio I.“ ist eine Platte, die nach den 80ern klingt und doch zeitlos ist.
8.9

Blackout Problems und “DARK”: L.O.V.E. thy neighbour

Die Münchner Blackout Problems unternehmen mit ihrem dritten Album einen kreativen Befreiungsschlag und entführen ihre Zuhörer:innen in die düstere, melancholische, aber dennoch hoffnungsvolle Welt des “Dark Pop”.
7.3

The Dirty Nil und "Fuck Art": Welcome back, Alltag

Die erste Platte im heiß ersehnten Jahr des Aufbruchs. Eine unsägliche Pandemie findet ihr verspätetes Ende (die Daumen sind allseits gedrückt) und The Dirty Nil scheren sich keineswegs um Vergangenheitsbewältigung. Mit aller Konsequenz wendet man sich teils bedeutungslos erscheinenden Alltagskomplikationen zu - in unverhofft wohltuender Art und Weise.
7

Boris/Merzbow und „2ROI2PO“: Katharsis auf Japanisch

Wenn sich die japanischen Noise-Ikonen Boris und Merzbow für ein Album zusammenschließen, ist es jedes Mal wieder ein Ereignis. Das inzwischen achte gemeinsame Projekt „2ROI2PO“ bildet da keine Ausnahme. Doch wie bereits für die Vorgänger gilt: Die Qualität der Songs steht und fällt mit dem Zusammenspiel der beiden Protagonisten.
6.1

Paul McCartney und „McCartney III“: Unstete Kompassnadel

Gestandenen Seebären bot die Kompassnadel stets Orientierung, wenn es in die Weiten der Ozeane hinausging. Mit einem Fixpunkt im Sinn und einer engmaschig verfolgten Route steuerte sich das Ziel fernab der Heimat bedeutend geschmeidiger an. Ein ebenso sturmerprobter Seebär ist auch Sir James Paul McCartney. Doch sein Kompass scheint eine gewisse Eigendynamik fernab physischer Grundsätze entwickelt zu haben.
5

The Kills und “Little Bastards”: Aus Alt mach irgendwas

Für ihre B-Seiten Compilation buddelt das Alt-Rock-Duo The Kills längst vergessene Tracks und verstaubte Demos aus. Wie bei fast jedem solcher Zusammenstellungen stellt sich die Frage: Muss das sein?
6

The Baboon Show und "I Never Say Goodnight": 90s-Punk in 2020

Ein schwedisches Quartett von fast schon musikalischen Veteranen überzeugt mit 90s-Punkeinflüssen auf dieser EP. Durch Corona lohnte sich ein Album nicht, aber um der Welt vier starke Songs nicht vorzuenthalten beschlossen sie, stattdessen eine 12-Inch zu veröffentlichen. Es hat sich gelohnt.
5.3

Hollywood Undead und New Empire Vol. 2: Restposten?

Die kalifornische Band Hollywood Undead hat den zweiten Teil ihres 2020er Albums "New Empire" veröffentlicht. Nachdem der erste Teil im Februar noch relativ interessant war, bringen sie mit Vol. 2 ein Album, das sich nur schwerlich als solches bezeichnen lässt.
8.7

Döll und "Kultur": Tiefgründige Selbstreflexion

Döll macht es für die Kultur. Auf seiner gleichnamigen EP erzählt der Rapper über seine Vergangenheit. Schlechte Freestyles und nächtliche Sprühaktionen gepaart mit Abstürzen durch Drogenkonsum. Auf Oldschool Beats gewährt uns der Rapper einen Einblick in seine eigenen Abgründe.
7.4

Donots und „Birthday Slams Live!“: Geburtstagsfest mit Circlepit

Obwohl die Donots eine der beliebtesten deutschen Livebands sind, veröffentlichen sie erst jetzt mit „Birthday Slams Live!“ ein Livealbum mit Aufnahmen von der letztjährigen Tour zum 25. Bandgeburtstag. Doch wie gut lässt sich die Energie der Konzerte auf Platte bannen?
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