Reviews

5.8

Elfmorgen und "Zuhause": Eingängige Eintönigkeit

"Sowas habe ich doch schon mal gehört", geht einem durch den Kopf, wenn man in das neue Album von Elfmorgen reinhört. Ein typisches "Oh-Oh-Oh" deutschen Pop-Punks. Klare Positionierung, emotionale, mal humorvolle Texte und immer gleiche Beats, dazu melodischer Gesang - nicht schlecht, aber auch nicht herausragend.
7

Goldroger und „Diskman Antishock“: Unter Nelken

Über fehlende Abwechslung konnte man sich bei Goldroger tatsächlich noch nie beschweren, über fehlende Musik hingegen schon. Nach dreijähriger Pause markiert „Diskman Antishock“ das Comeback von Deutschraps Flowerboy.
9

Kettcar und „...und das geht so“: Liebe ist das, was man tut

Kettcar veröffentlichen mit „...und das geht so“ ein vorerst letztes Album vor einer Pause auf unbestimmte Zeit. Das 21 Songs umfassende Livealbum bringt der Hörerschaft aber nicht nur die Musik der Band, sondern auch Anekdoten und Geschichten über die Menschen dahinter näher.
7

Counterparts und „Nothing Left To Love“: Schmerz und Antrieb

Auf „Nothing Left To Love“ werden Körper und Psyche des Frontmannes Brendan Murphy zur metaphorischen Leinwand und der Pinsel wird durch ein scharfes Messer ersetzt. Muss Schmerz immer lähmen?
6

Stray From The Path und "Internal Atomics": Wenig Neues bei viel musikalischem Können

Flüsternde Roboterstimmen zu Anfang und dann mit einem Tritt durch die Tür von Null auf Hundert fahren - Stray From The Path bringen ein solides Album auf den Markt, verlassen aber kein Mal ihren Hardcorepath und verschenken so viel musikalisches Potential - schade.
4.8

Raised Fist und “Anthems”: Heute hier, morgen weg

Auf ihrer siebten LP versucht sich das schwedische Hardcore-Gespann Raised Fist an gitarrengetragener Ohrwurm-Manufaktur. Sie scheitern allerdings an einer ähnlichen Problematik wie emissionsfreie Autos.
8

Hunney Pimp und „Chicago Baby“: Hunney und Clyde

In einem komplizierten Genre bewegt sich die Österreicherin Hunney Pimp so leichtfüßig und charmant wie es im Bereich Cloud Rap wenige vor ihr taten. So ist „Chicago Baby“ ein riesiger Hoffnungsschimmer in einem Genre voll stilistischer Dunkelheit.
Lindemann F&M Cover
6.3

Lindemann und "F&M": Stoßwellentherapie

Folgt man dem Geheimtipp einschlägiger Boulevardmedien, so existiert ein Wundermittel zur Steigerung der individuellen Anziehungskraft: Macht man sich rar, macht man sich interessant. Till Lindemann hingegen hat sich noch nie für Klatsch und Tratsch hergegeben (sieht man wohlwollend von Sophia Thomalla ab) und geht 2019 in die Werbeoffensive.
7.2

Turnover und „Altogether“: Ä S T H E T I S C H P R A G M A T I S C H

Für Stillstand standen Turnover wahrhaftig noch nie. Auf ihrer vierten Platte setzt sich diese Prämisse fort und schlägt eine Richtung ein, die einem gewissen Album-der-Woche-Kolumnisten durchaus gefallen dürfte.
4.2

Leprous und „Pitfalls“: Ein tiefer Fall

Auf dem Papier klingen Popmusik und pompöser Progressive-Rock wie genaue Gegensätze. Erstere wird meist einfach gehalten, während Letzterer den Ruf hat, unnötig kompliziert zu sein. Dass die Kombination tatsächlich möglich ist, beweisen Bands wie Steven Wilson oder The Alan Parsons Project. Leprous wiederum belegen auf ihrem neuen Album, wie Prog-Pop in die Hose gehen kann.
Label Color
Rot