Reviews

6.8

Rise Against und "Nowhere Generation" - Etablierter Protest

Rise Against haben mit einem Widerspruch zu kämpfen, der schon so viele zunehmend erfolgreiche Künstler aus dem progressiven Milieu ereilt hat: Sie rebellieren gegen ein System, in dem sie selbst unweigerlicher Bestandteil sind. Auf professionelle Art und Weise erscheinen sie dennoch authentisch und schaffen es folgerichtig auch auf „Nowhere Generation“, die großen Wunden unserer Zeit zu sezieren.
7.9

Beartooth und „Below“: Härte und Melodik. Und Härte.

Die US-amerikanische Band Beartooth ist nach drei Jahren zurück mit einer neuen Platte. „Below“ bietet viel, vor allem lauten, schmetternden Sound.
Razz Might Delete Later Cover
7.5

Razz und „Might Delete Later“: Löschen oder nicht löschen, das ist hier die Frage.

Razz wagen einen musikalischen Neustart, feiern ihre eigene Unperfektheit und präsentieren eine Synthie-Indie-Rock-Mischung. „Might Delete Later“ ist ein Trip durch unerwartete Momente, Veränderungen und ungezwungene Melancholie.

Retro Review: Warum Johnny Cash im Knast war

Johnny Cash, Trendsetter. Heute maximal ein Grund zum Schmunzeln, Ende der 60er aber Realität. Nicht nur, dass seine Musik ein Garant für Verkäufe und Preise war, er brachte 1968 auch ein legendäres Live-Album heraus, welches die Grundlage bot für eins der größten Live-Alben aller Zeiten.
7.6

Jan Delay und "Earth, Wind & Feiern": Primus inter pares

Wie viele Jahre treibt Jan Delay schon sein Unwesen auf dem deutschsprachigen Musikmarkt, wie viele stilistische Wandlungen hat er bereits vollzogen und wie groß wird wohl die Zahl derer sein, die ihn seit jeher belächeln oder auf seine Stimmfarbe reduzieren? Tiefgreifende Fragen, die auf „Earth, Wind & Feiern“ nur eine untergeordnete Rolle spielen.
8

Wolf Alice und “Blue Weekend”: Katakomben im Inneren

Die britische Alternative-Rockband um Sängerin Ellie Roswell liefert mit “Blue Weekend” das heiß ersehnte Follow-up zum Überfliegeralbum “Visions Of A Life”. Eine Platte voller Tumult, Verletzlichkeit und Emotion.
4.5

Twenty Øne Pilots und “Scaled And Icy”: Clancy ist tot.

Nachdem Twenty Øne Pilots die Skeleton Clique auf ihrem letzten Album “Trench” in die düstere Welt von Dema entführt hatten, erwarteten viele Fans von der neuen Platte vermutlich weitere Einblicke in das Leben des Protagonisten Clancy. “Scaled And Icy” erklärt ihn mit seinem Pseudo-Indiepop-Sound und der Ästhetik einer 00er-Jahre-Macintosh-Werbung jetzt endgültig für tot.
8

Trade Wind und „The Day We Got What We Deserved“: Alles rauscht vorbei

Trade Winds drittes Album könnte dasjenige sein, das die Band am Ziel einer Selbstfindungsphase zeigt. Ist das Frieden?
7

Inwiefern und „Rendezvous mit der Realität“: Kurz, knackig, krisenfest!

Endlich wieder neuer Stoff für die dem kurzweiligen deutschen Punkrock geneigten Ohren! Das dritte Album der fünfköpfigen Band Inwiefern aus Strausberg bei Berlin liefert 15 Songs in gerade einmal 35 Minuten. Das klingt nicht nur nach einem kurzen und schnellen Spaß, sondern ist es auch.
6.8

Leon Vynehall und „Rare, Forever“: Ein Rausch

Mit „Rare, Forever“ veröffentlicht der britische Produzent Leon Vynehall sein drittes Studioalbum. Fans von Modeselektor, diversen Soloprojekten von Radiohead-Sänger Thom Yorke oder Menschen, die sich auf ähnlich schräge Projekte wie Flying Lotus einlassen können finden ein Album, das Techno und House eine geradezu kunstvolle Tiefe verleihen will.
Label Color
Rot