Reviews

We Never Learned To Live The Sleepwalk Transmissions Cover
8.3

We Never Learned To Live und „The Sleepwalk Transmissions“: Könige der Dystopie

Auf ihrem neuen Album treiben die Briten ihren markanten Sound weiter auf die Spitze. Sänger Seán Mahons Spagat zwischen sanglichem Säuseln und martialischer Brachialität ist dabei nur das offensichtlichste Merkmal des Feingespürs der Band für stimmungsgeladene Dynamiken.
5

VR Sex und „Human Traffic Jam“: Post-Punk-Prüderie

Auf ihrer ersten Platte wollen VR Sex ein dystopisches Bild menschlicher Mechanisierung durch digitale Distanz zeichnen. Dieses Vorhaben gelingt fast zu gut – „Human Traffic Jam“ ist seine eigene problematische Persiflage.
7

Sunn O))) und „Life Metal“: Meister der Entschleunigung

Wie langsam kann Musik sein?
5.5

Bad Religion und „Age Of Unreason“: Monotonie für nebenher

Die Geschichte von Bad Religion reicht bis ins Jahr 1979 zurück. Die Punks aus Los Angeles veröffentlichen mit „Age Of Unreason“ ihr sage und schreibe 17. Studioalbum. Wie viel Potential die Band immer noch hat, blitzt aber leider zwischen glattgebügeltem, unspektakulärem Ami-Punk zu selten auf.
9.2

Primetime Failure und „Memory Lane“: Skate-Punk's Not Dead!

Das Quartett Primetime Failure aus der Nähe von Bielefeld läutet mit „Memory Lane“ endgültig den Sommer ein. Die Musik der Westfalen klingt nach Sommer, Sonne, Sonnenschein und Dosenbier. Dazu kommen Zeichentrickcover und markanter Skate-Punksound im Stil der großen Szeneikonen.
4.3

Curly und „Ohaa“: Tortellini-Augen

Kaum ein Themengebiet in der deutschen HipHop-Landschaft ist so abgegrast wie Rap übers Kiffen. Für die Eroberung des letzten frischen Fleckchens Grün in diesem Bereich brauchte es jüngst sogar eine Bande Reptilienmenschen mit Ökobewusstsein, siehe Lazy Lizzard Gang. Curlys „Ohaa“ geht dagegen den konventionellen Weg – und wandelt auf ausgetreten Pfaden.
8.5

Giant Rooks und „Wild Stare“: Hermetosphäre mal anders

Der Diplom-Biologe Ulf Soltau experimentiert mit geschlossenen Ökosystemen, welche beinahe autark von externen Faktoren funktionieren. Was dies mit „Wild Stare“ zu tun hat? Einiges, zumindest auf den zweiten Blick.
7.9

King Gizzard & The Lizard Wizard mit “Fishing for Fishies”: Psychedelischer Trip im gelben Uboot

Nach einem Jahr Pause melden sich King Gizzard & The Lizzard Wizard mit ihrem vierzehnten(!!) Album zurück. Nach allein fünf Veröffentlichungen in 2017 und einer großen Tour in 2018 steht jetzt die nächste Platte in den Regalen und man ist gespannt, was der abgedrehte Siebener aus Melbourne dieses Mal mit seiner Hörerschaft vorhat.
5.8

Peter Doherty & The Puta Madres und ihr selbstbetiteltes Album: Nicht neu, aber irgendwie doch

Nun, das Bedürfnis von Musikern, Kostproben der bevorstehenden Veröffentlichung vorab auf Konzerten zu präsentieren, ist bekanntlich nichts Neues. Peter Doherty mit seiner neuen Band The Puta Madres hat es da aber ein wenig übertrieben. So ist das selbstbetitelte Album weniger überraschend als gedacht.
6.6

Van Holzen und „Regen“: Neue Sachlichkeit

Van Holzens zweite Platte ist der fast schon zwingend erforderliche Adoleszenz-Prozess einer jungen Band, die zu früh im Rampenlicht stand, um sich durch Tiefgründigkeit einen Namen zu machen. „Regen“ vollzieht diesen dankbare Entwicklung aber nicht ohne Schwächen.
Label Color
Rot