Reviews

6.8

Knife Eyes und „Gewirr“: Im Soundclash

Neigte Post-Punk in letzter Zeit vor allem dazu, sich in unterkühlter Neuer-Deutscher-Welle-Ästhetik auszutoben, geht die Debüt-EP von Knife Eyes den martialischen Weg. „Gewirr“ ist die Befreiung für diejenigen, denen der Tanz mit der Kälte bisweilen zu monoton ist.
8.2

Being As An Ocean und „Proxy – An A.N.I.M.O. Story“: Out

Auch wenn „Waiting for the Morning To Come“ ein gefeiertes Album war, wurden die Schreie der Fans nach einem neuen "Dear G-d" trotzdem laut. Being As An Ocean werden mit „Proxy – An A.N.I.M.O. Story“ viele Fans enttäuschen - viele andere nicht.
7

Tiger Army und „Retrofuture“: Brückenbauer aus San Francisco

Retrofuturismus, das bedeutet Brücken bauen zwischen dem Sound der 50er- und 60er-Jahre und modernen Klängen des New Wave, Psychobilly und Punkrock. „Retrofuture“ ist neben dem Namen des neuen Albums von Tiger Army aber auch das Motto auf ebendiesem.
Kora Winter Bitter Cover
10

Kora Winter und „Bitter“: Doch du bleibst wie der Winter

Nach der grandiosen „Welk“-EP war die Wartezeit auf Kora Winters Debütalbum viel zu lang. Wer durchgehalten hat, wird gleichsam mit martialischem Gefühlschaos, fantastischen Kompositionsideen und einem Genre-Meilenstein belohnt.
6

Rauchen und „Gartenzwerge unter die Erde“: Klatsche

Rauchen haben den Punk auf seine quintessenziellen Wirkstoffe destilliert. Die entstandene Hardcore-Mixtur hat Punch, keine Frage, nur ist eine derartige Konzentration überhaupt noch genießbar?
7

Tool und "Fear Inoculum": Kommt Zeit, kommt Album

Es gibt Bands, die veröffentlichen jährlich ein Album. Andere brauchen ein paar Jahre. Und dann gibt es Tool. Die haben mal eben 13 Jahre gebraucht. Ob sich das Warten gelohnt hat, ist eine Frage der Sichtweise.
6.6

Frank Turner und „No Man’s Land“ - Männer, die auf Frauen starren

Nach seinem politischen Ausbruch auf „Be More Kind“ bricht Frank Turner abermals zu neuen thematischen Ufern auf. Ein Konzeptalbum sollte es sein und das ist es auch geworden. Musikalisch orientiert sich "No Man's Land" ebenfalls in eine andere Richtung.
Anorak Sleep Well Cover
6.9

Anorak und “Sleep Well”: Zwischen Tagträumerei und Aggression

Knapp drei Jahre sind seit Anoraks Albumdebüt “Enthusiasts And Collectors” vergangen. Auf ihrer neuen Platte präsentieren die Uncle-M-Schützlinge aus Köln durchweg starke Instrumentierung mit krächzenden Vocals - und begeben sich dabei auf eine Gratwanderung zwischen Genie und Kitsch.
Knocked Loose A Different Shade Of Blue Cover
7

Knocked Loose und „A Different Shade Of Blue“: Richtig dicker Dampfhammer

Die noch jungen Hardcore-Ikonen aus Kentucky schreiten den Pfad, den sie mit ihrem Debüt „Laugh Tracks“ einschlugen, konsequent weiter. „A Different Shade Of Blue“ ist ein wahnsinniger Ritt auf dem Dampfhammerschlachtross. Hardcore plus Metal plus Mickey Mouse = Knocked Loose.
8

King Gizzard And The Lizard Wizard und „Infest The Rats’ Nest“: Öko-Thrash-Metal und die Rettung der Zukunft?

Was für eine Zeit, um King-Gizzard-Fan zu sein! Nachdem die Australier 2017 ihr Versprechen einlösten und 5 Studioalben veröffentlichten, erscheint nun ihre zweite Platte im Jahr 2019. Aber kann die Band trotz Quantität auch die Qualität halten?
Label Color
Rot