Reviews

8

Black Country, New Road und “Ants From Up There”: Post was?

Kaum eine musikalische Talentschmiede hat in den letzten Jahren Kritiker:innen und Fans gleichermaßen die Tränchen in die Augen getrieben wie die UK-Post-Punk-Szene um black midi, Black Country, New Road und Co. Und schon mit deren zweiten Album drängt sich die Frage auf, wie weit sich dieser Genrebegriff noch dehnen lässt.
7.9

Pöbel MC und "Backpfeife auf Endlosschleife": Aggro

Pöbel MC verteilt wieder verbale Backpfeifen an sexistische Macker und verschwurbelte Faschos und bleibt dabei auch weiterhin seinem Image als schlauer Atze treu. Es hagelt politische Punchlines, gefolgt von aggressiven Eskalationen.
Ein schwer zu definierendes Alien steht in einem gezeichneten Regen
7.1

Alt-J und „The Dream“: Dreiecksbeziehungen

Alt-J hatten die Indie-Welt in einem ziemlichen Sturm erobert, zu einer schnellfeuernden Songfabrik sind sie trotzdem nie verkommen. „The Dream“ ist nach satten fünf Jahren Veröffentlichungspause das vierte Album der Band – und hat neben vielen guten Wegweisern auch einige Dämpfer im Gepäck.
6.2

Korn mit "Requiem": Xtra Medium

Auch wenn sie ihren Zenit schon seit langem überschritten haben, mangelte es jüngst nicht an Output der einstigen Nu-Metal-Giganten Korn. Und trotz einer deutlichen Leistungssteigerung ist auch der Einstieg in „Requiem“ überaus holprig.
8.5

Frank Turner und „FTHC“: Punkrock-Riffs und Erinnerungen

Frank Turner liefert mit „FTHC“ ein solides Punkrock-Album mit schönen Melodien ab. Ruhigere Songs mit emotionalen Texten dienen als Verschnaufpausen. Bei anderen Tracks fällt es dagegen schwer, still zu bleiben.
5.5

Knuckle Puck und „Disposable Life“: Die Pop-Punk-Resterampe.

Nicht mal anderthalb Jahre nach ihrem letzten Longplayer „20/20“ bringen Knuckle Puck aus Chicago ganze fünf neue Songs in die Welt des Pop-Punks. Ihre neue EP „Disposable Life“ soll da anknüpfen, wo ihre letzte Platte aufgehört hat.
7.2

Go Go Gazelle und "Instinkte": Ready, Set, Go Go!

"Instinkte" heißt der etwa eineinhalb Jahre später erscheinende Nachfolger des Debütalbums "Flaschenpost an morgen". Und den kann man instinktiv nur großartig finden. Hier gibt es die Gründe, warum das so ist und die Augsburger Band Go Go Gazelle spätestens im Jahr 2022 die Aufmerksamkeit der Szene verdient hat.
10

Zeal & Ardor und ihr selbstbetiteltes Album: der Todgeweihten Gruß

Dass Manuel Gagneux mit Zeal & Ardor eines der spannendsten musikalischen Projekte der letzten Jahre aus dem Boden gestampft hat, ist unter Fans seit “Devil Is Fine” unumstritten. Vier Jahre nach dem Epos “Stranger Fruit” sind Zeal & Ardor so spannend wie nie.
6.6

Animal Collective und „Time Skiffs“: Ambient für den Hai-Strand

Seit ihrem letzten richtigen Album sind fast sechs Jahre vergangen. Auf „Time Skiffs“ präsentieren sich Animal Collective nun als gereifte Gruppe. Die Musik ist organischer, die Weirdness ist geblieben. Aber war es die lange Pause wert?
8.2

Tocotronic und „Nie wieder Krieg“: Trosttocologie

Merkwürdigerweise klingt die ganze Diskografie von Tocotronic wie der Soundtrack zur Pandemie, vom Debüt „Digital ist besser“ bis zur aktuellen Best Of „Sag alles ab“. Kann das neue Album „Nie wieder Krieg“ dem noch etwas hinzufügen?
Label Color
Rot