Reviews

Eskimo Callboy Rehab Cover
2

Eskimo Callboy und „Rehab“: Der musikgewordene Big Vegan TS

Für ein Eskimo-Callboy-Album kann eigentlich kaum eine abgenudelte Metapher über bestialische Foltermethoden oder beim Hörgenuss wahnsinnig gewordene Anstaltspatienten treffend genug sein. Jetzt die Überraschung: „Rehab“ ist die erste minimale Aufwärtskurve in einer beispiellosen Geschichte furchtbarer Musik.
Swans Leaving Meaning Cover
8.3

Swans und „Leaving Meaning“: Energiewende

Dass Michael Gira mittlerweile zum fünfzehnten Mal ein Monumentalwerk mit seinem Avantgarde-Noise-Kollektiv Swans veröffentlicht, ist schon anhand nackter Zahlen beeindruckend genug. Dass die Band auch mit „Leaving Meaning“ noch zu den intensivsten Erlebnissen des weltweiten Musikmarkts zählt, ist das eigentliche Wunder.
5

Cigarettes After Sex und “Cry”: Das Heartbreak-Album für alle, deren Herz noch nie gebrochen wurde

Cigarettes After Sex schreiben sich auf die Fahne, mit ihrer Musik große Emotionen zu wecken. Es geht um die Liebe, erwidert oder abgewiesen, seelisch oder körperlich - völlig egal, Hauptsache Herzschmerz. Die Texte auf “Cry” transportieren diese Emotionen - leider oft etwas zu sehr.
7.1

Youth Okay und „Turns“: Blasmusik 2.0

Fehlende Kreativität ist ein großes Problem. So müssen Bands in diesem Fall meist allerlei Vergleiche über sich ergehen lassen, die nicht nur der eigenen Gruppe schmerzen, sondern auch oft der Vergleichsband. Aber es gibt sie noch, die neuen, unverbrauchten Ideen. So auch „Turns“ von Youth Okay.
7.5

Spielbergs und "Running All The Way Home": Selbsterfüllende Prophezeiung

In den Social-Media-Referenzen attestieren sich die Spielbergs einen Stil, den man am ehesten als „blast making guitar-based indie Rock“ bezeichnen könnte. Große Worte, große Taten? Mitnichten. Lässt man die Fakten sprechen, ist jener Konformitätsdruck keinesfalls ein qualitatives Hindernis.
8

FA!R und „FA!R“: Es geht auch anders!

FA!R sind im Sommer 2019 quasi aus dem Nichts auf der Bildfläche der Punkrockszene aufgetaucht, präsentieren auf ihrem nach der Band benannten Debütalbum aber bereits den Punkrock in seiner einfachsten und schönsten Form. "FA!R" ist ein Paradebeispiel dafür, wie ein durchdachtes und mit viel Herzblut aufgenommenes erstes Album klingen sollte.
7.5

Schrottgrenze und „Alles zerpflücken“: Ein Album, in dem Platz für Utopie ist

Ein Album im Geist der Zeit und Themen, wie man sie von Schrottgrenze kennt: Gender-Diskriminierung, Rassismus, Ungleichheit, Kapitalismus. Doch im Traum der Utopie wird all das zerpflückt, denn hier zählt die Liebe, die uns trotz Verschiedenheit zusammenhält. Sind wir nicht irgendwie alle „somewhere in between“?
7.4

Bent Knee und „You Know What They Mean“: Die Frage nach dem Wesen der Musik

Heutzutage wird Musik häufig nicht mehr bewusst gehört, sondern läuft als Gedudel im Hintergrund unseres Alltages ab. Dabei galt Musik bisher doch immer als Kunstform. Bent Knee schaffen mit ihrem neuen Release „You Know What They Mean“ endlich wieder eine Platte, die man nicht nur eben nebenbei auf der Autofahrt hören sollte.
8.5

Coilguns und "Watchwinders": Wie ein schweizer Uhrwerk, nur ganz anders

Coilguns liefern auf ihrer neuen LP ein extatisches Soundchaos aus kreischenden Vocals und Gitarren und Synths, die Drop D wie einen Kanarienvogel klingen lassen. Die Platte kommt trotz dieses Durcheinanders sehr durchdacht und reflektiert daher.
8.4

Kummer und „Kiox“: Chemnitz City Swag

Das Solodebüt von Felix Kummer ist eine Studie über seine Stadt, seine Gefühle und sich selbst. Was zunächst narzisstisch klingt, offenbart sich als eines der berührendsten Rap-Alben des Jahres, dessen gesellschaftliche Relevanz weit über die Person Felix Kummer hinausstrahlt.
Label Color
Rot