Reviews

6.9

Versengold und "Nordlicht": Moderne Märchenstunde

Die Schalllmauer von einer Millionen Youtube-Klicks hat die erstveröffentlichte Vorab-Single mit Leichtigkeit durchbrochen. Was der ohne Zweifel avisierte Charterfolg abseits einer kostspieligen und bereits seit Wochen ausverkauften Deluxe-Version zu bieten hat, das stellt sich in insgesamt 14 Songs heraus. Versengold laden ein zur modernen Märchenstunde.
7.4

Deutsche Laichen und ihr selbstbetiteltes Debütalbum: Pöbel-Punk mit Agenda

Das Göttinger Quintett rüttelt mächtig am Ohrfeigenbäumchen. Hier werden musikalische und politische Schellen verteilt. Eine klare Linie und ordentlich Unmut, der jedoch stets mit etwas Ironie und einer Idee, wie es doch auch anders gehen kann, kombiniert wird.
6

Prince Daddy & the Hyena und „Cosmic Thrill Seekers“: Zyklen

Prince Daddy & the Hyena wollen mehr sein als eine Punk-Band. Das neue Album der Gruppe aus Albany (USA) verspricht einen operesken Trip in drei Akten, über die Phasen der mentalen Gesundheit bis hin zum Zauberer von Oz, doch dreht sich nicht nur auf dem Plattenteller im Kreis.
7.3

Joey Cape und „Let Me Know When You Give Up“: Bremse

Joey Cape gehört mit seinen 53 Jahren gewiss nicht mehr zu den Jüngsten in der Punkszene. Das heißt aber nicht, dass er sich auf „Let Me Know When You Give Up“ stilistisch nicht doch noch weiter entwickeln könnte.
5.8

Woes und „Awful Truth“ - Zumindest Punk

Sind wir schon soweit? Dass wir Pop-Punk Bands dafür loben, dass ihre Songs auch Punk enthalten? Anscheinend schon. Dieser schafft es nämlich, partiell auftretende Langeweile zu kaschieren. So geschehen auf der Debütplatte „Awful Truth“ von Woes.
Neufundland Scham Cover
6.5

Neufundland und „Scham“: „Es wird alles gut – aber stimmt das auch?“

Mit diesem Satz eröffnet die Kölner Band ihr zweites Album, das programmatisch von der Scham handelt, die wir alle täglich empfinden. Anspruchsvolle Texte treffen auf eingängigen Pop und ergeben eine überraschend provokante Mischung, die das Indie-Herz durch pulsierende Synthesizer höherschlagen lässt.
5.6

Two Door Cinema Club und „False Alarm“: „Future Pop“

Eine neue, zukunftsweisende Richtung wollen die drei Briten mit dem neuen Album beschreiten. Das schaffen sie.
6.5

Mal Élevé und „Megafon“: Das Erbe von Irie Révoltés

Mit den vier Tracks auf „Megafon“ setzt Mal Élevé da an, wo er mit seiner Band 2017 aufgehört hat. Die Musik bleibt ähnlich wie bei Irie Révoltés, die Texte sind auch weiterhin politisch.
3.3

Petrol Girls und "Cut & Stitch" - Das Album der Anderen

Was tun, wenn ein Album viele Einflüsse mitbringt, dabei aber eigentlich keine eigene Identität entwickelt?
8

Alex Mofa Gang und „Ende offen“: Seelenstriptease

Auf „Ende offen“ gewährt Alex seiner Hörerschaft einen tiefen Einblick in seine Seele. Das Album berichtet von der Reise des Burschen ins Ungewisse, von seiner Gefühlswelt und übt dabei auch Gesellschaftskritik aus. Es beschließt eine Trilogie und öffnet gleichzeitig neue Möglichkeiten für eine komplett offene Zukunft.
Label Color
Rot