Reviews

8

Jack Pott und "Bomben über Disneyland": Pott Punk

80s Flair, Ärzte Vibes und eine gesunde Portion musikalischen Humor. Jack Pott machen die perfekte Gratwanderung aus Selbstironie und einem wirklich gutem, ernstzunehmenden Album. Die Bad Schwartauer sind wohl ein Indie Band ohne Rap, die kommen damit bestimmt von da weg. Neues Genre: Pott Punk!
7.8

Acht Eimer Hühnerherzen und "Musik": Für Eigenbrötler

Eines kann man Acht Eimer Hühnerherzen nicht vorwerfen: Etikettenschwindel. Sie schreiben auf ihr neues Album, was drin ist. Nämlich „Musik“. Diese ist jedoch nicht ganz so leicht zu fassen, wie der Name vermuten lässt.
7

Mitski und "Laurel Hell“: Inszenierung von Authentizität

Mit einer ausverkauften Welttour nimmt Mitski spätestens nun eine Hauptrolle in der aktuellen Indie Szene ein. Vor allem bei einer neuen Indie Generation, die mit TikTok statt „Is This It“ aufwächst, ist sie beliebt. Das soll aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass „Laurel Hell“ auch für Leute, die TikTok verweigern, viel zu bieten hat.
9

Me and Reas und "Bittersweet": Definieren Sie 'Safespace'

Me and Reas aus Nürnberg bringen erneut ihren wunderschönen Indie-Pop in die heimischen Melancholieblasen. Mit ihrem sechsten Studioalbum „Bittersweet“ schaffen sie es erneut, ihre Hörer:innen in einen warmen Mantel zu packen und mal ganz fest zu umarmen.
8

Black Country, New Road und “Ants From Up There”: Post was?

Kaum eine musikalische Talentschmiede hat in den letzten Jahren Kritiker:innen und Fans gleichermaßen die Tränchen in die Augen getrieben wie die UK-Post-Punk-Szene um black midi, Black Country, New Road und Co. Und schon mit deren zweiten Album drängt sich die Frage auf, wie weit sich dieser Genrebegriff noch dehnen lässt.
7.9

Pöbel MC und "Backpfeife auf Endlosschleife": Aggro

Pöbel MC verteilt wieder verbale Backpfeifen an sexistische Macker und verschwurbelte Faschos und bleibt dabei auch weiterhin seinem Image als schlauer Atze treu. Es hagelt politische Punchlines, gefolgt von aggressiven Eskalationen.
Ein schwer zu definierendes Alien steht in einem gezeichneten Regen
7.1

Alt-J und „The Dream“: Dreiecksbeziehungen

Alt-J hatten die Indie-Welt in einem ziemlichen Sturm erobert, zu einer schnellfeuernden Songfabrik sind sie trotzdem nie verkommen. „The Dream“ ist nach satten fünf Jahren Veröffentlichungspause das vierte Album der Band – und hat neben vielen guten Wegweisern auch einige Dämpfer im Gepäck.
6.2

Korn mit "Requiem": Xtra Medium

Auch wenn sie ihren Zenit schon seit langem überschritten haben, mangelte es jüngst nicht an Output der einstigen Nu-Metal-Giganten Korn. Und trotz einer deutlichen Leistungssteigerung ist auch der Einstieg in „Requiem“ überaus holprig.
8.5

Frank Turner und „FTHC“: Punkrock-Riffs und Erinnerungen

Frank Turner liefert mit „FTHC“ ein solides Punkrock-Album mit schönen Melodien ab. Ruhigere Songs mit emotionalen Texten dienen als Verschnaufpausen. Bei anderen Tracks fällt es dagegen schwer, still zu bleiben.
5.5

Knuckle Puck und „Disposable Life“: Die Pop-Punk-Resterampe.

Nicht mal anderthalb Jahre nach ihrem letzten Longplayer „20/20“ bringen Knuckle Puck aus Chicago ganze fünf neue Songs in die Welt des Pop-Punks. Ihre neue EP „Disposable Life“ soll da anknüpfen, wo ihre letzte Platte aufgehört hat.
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