Jahresrückblick 2022: Moritz

Hier bitte beliebigen Witz einfügen, der suggeriert, dass das Jahr so schnell vergangen ist. Jedes Jahr das gleiche, aber ein jedes Jahr intensiviert sich dieses Gefühl. Auch weil dieses Jahr für mich einerseits wahnsinnig viele Highlights hatte, aber wenige davon nachhaltig hängen geblieben sind.
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Album des Jahres: 3Plusss - Weine jetzt, lache später

Unangefochten und ohne mich augenblicklich erinnern zu können, welche Alben die letzten Jahre diesen Titel von mir kassierten, so glaube ich, dass dieses Album das Album des jahrigste Album des Jahres ist. Angesichts psychischer Erkrankungen möchte ich mich nicht derart intensiv von Songs abgeholt fühlen. Und doch lasse ich jedes Gefühl zu, welches 3Plusss hier auslöst. Ich glaube ich habe bereits alles zu diesem Album salbadert, an jeder nur möglichen Stelle. Daher nur noch eins: Danke, von ganzem Herzen, danke.

Die beste unter dem Motto Jahreszeiten stehende EP-Tetralogie: Weezer - SZNZ

Wenn Weezer was rausbringen, dann schreibe ich auch drüber! Und doch konnte ich mich nicht dazu durchringen Reviews auch nur zu einer der vier EPs zu schreiben. Auch wenn die vierte EP noch nicht veröffentlicht ist, so ist es nun an der Zeit. Die EPs sind gut. Mehr nicht. Die Idee ist super, die visuelle Umsetzung wundervoll. Aber es fehlt der bekloppte Weezer Esprit, es ist gute Musik, gute Texte, denen meist aber etwas Genialität fehlt. Aber sie sind trotzdem gut. Das genügt mir, denn man kann sich ausnahmslos alles davon sehr gut anhören. Kein Gefühlsausbruch, da muss Weezer doch schon mehr machen.

Konzert des Jahres: Die Ärzte in Berlin

Ein wichtiger Punkt meiner Bucketlist ist endlich abgehakt. Die Ärzte live sehen. Und es war wundervoll. Da in der Zitadelle Spandau nur bis 22 Uhr gespielt werden darf, fing dieses Fest relativ früh an. Ich bin wahrscheinlich der letzte Mensch unter den Die Ärzte Fans, der sie unbedingt sehen wollte und nun gesehen hat. Sie haben einige meiner Lieblingssongs gespielt, ein Paar Sachen an die ich mich nicht mal erinnern konnte, aber rundum ein Fest.

Lobend erwähnt muss das Taubertal Festival genannt werden. Weniger wegen des Line-Ups, mehr wegen der Begleitung.

Neuentdeckung des Jahres: Tot

Ich glaube das liest sich relativ makaber, aber das liebe ich auch sehr an dieser Band. Schließlich bin ich genau so auf diese Band gestoßen. Sie sind zu dritt, machen Punk mit einer wunderbar psychedelischen Note und das Wording, dass Tot ein Album namens "Ferien" herausgebracht haben ist genauso hervorragend wie die Band selbst. Zitat aus dem Pressetext: "Eine kleine Pause des von Krieg, Corona, Inflation und zehn Jahre Meisterschaft der Bayern geplagten kleinen Murmelmuskel oberhalb der Augen." Besser hätte ich Ferien nicht beschreiben können. Wirklich nicht. Lang lebe Tot!

Song des Jahres:3Plusss - "Dinge"

Alles gesagt. Außer nochmal: Danke! Vielmals!