Buchrezension: Donots - "Heute Pläne, Morgen Konfetti"

Eine Biografie über die Donots? Oh ja! Geschrieben von Ingo selbst, beziehungsweise nicht. Ein Buch das Fragen beantwortet, die man sich eigentlich gar nicht gestellt hat. Und ein Buch, das auch für Leser geeignet ist, die nicht so gerne lesen.
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Wer hat eigentlich mal festgelegt, dass es in Büchern keine Bilder geben soll? Besonders bei Biografien bietet sich so doch eigentlich die Möglichkeit, dem Leser das gelesene so greifbar wie nur möglich zu machen. Und doch reihen sich in den Bücherregalen dieser Welt Biografien, in denen man sich überlegen kann, wie die Personen ausgesehen haben könnten, wie die Schauplätze ausgesehen haben könnten. Die Donots machen das glücklicherweise anders. Das Buch ist gespickt mit vielen Bildern, die nicht nur die Bandgeschichte portraitieren, sondern es schaffen, auch den Geist der jeweiligen Zeit einzufangen. Allgemein ist das eine Besonderheit des Buches, dass der Wandel der Band am Wandel der Gesellschaft und der Zeit erzählt wird. Das macht sämtliche Episoden deutlich greifbarer. Und es ist erstaunlich erschreckend, wie sehr sich die Welt innerhalb der 27-jährigen Bandgeschichte gewandelt hat.

Beginnend mit dem Wunsch nach einer eigenen Band, die ersten Gigs, die Vereinigung der Knollmannbrüder in der Band, die ersten Festivals, Freunde, Weggefährten - es scheint einfach für alle Platz zu sein, die die Band in irgendeiner Form begleitet haben. Doch es wird irritierend, zumindest für den Gelegenheits-Donotshörer. Denn das Buch wird von einem Ingo geschrieben, aber es ist nicht Ingo Donot, der eigentlich Ingo Knollmann heißt. Gleich die nächste Überraschung für den Laien: Ex-Visions Chefredakteur Ingo Neumayer führt durch alle Höhen und Tiefen und durch den Wandel der Musikgeschichte. Von MTV und Viva bis Instagram und Twitter. Von der Garage-Gruppe, zum Major-Act, zur DIY-Band. 360 Seiten, 27 Jahre, 5 Herren, eine Band. Frohes Jubiläum, liebe Donots.