Cosmic Thrill Seekers

Cosmic Thrill Seekers

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Erscheinungsdatum
Rezension

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Hätten wir eine Genre-Wertung, wären die Cosmic Thrill Seekers um Prince Daddy und sein Katzentier sicherlich höher auf der Rating-Skala. Bei mir persönlich ruft Kory Gregorys Zyklus-Oper jedoch eine ähnliche Reaktion hervor wie der Opern-Zyklus eines gewissen deutschen Komponisten: Ambitioniert, teilweise genial, aber in voller Länge doch etwas anstrengend.

Felix ten Thoren

Pop-Punk gehört gelinde gesagt nicht gerade zu meinen Lieblings-Genres, wenn man herausragende Einzelfälle wie Pup mal außen vor lässt. Prince Daddy haben bei mir somit schon mal grundsätzlich schlechte Karten - umso beeindruckender wirkt ihre neue Platte. Dass "Cosmic Thrill Seakers" so aus der Masse des glattgebügelten Emo-Einheitsbreis heraussticht, liegt vor allem an der himmelschreiend verrückten Orchestrierung der Songs und zum anderen an der dazu im Kontrast stehenden Stimme von Kory Gregory, die dreckiger klingt als alles, was das Genre im Autotune-verseuchten Glitzer-Sumpf bisher gehört hat. Kein perfektes Album, aber wer so loslegt, der hat noch Größeres vor.

Jakob Uhlig