Jahresrückblick 2023: Moritz

2023 schwindet schon wieder und ich glaube ich bin mir gerade selber mit Weihnachtsbaum entgegen gekommen, der eine bringt ihn raus, der andere stellt ihn auf. Nun denn, auch in schnell vergehenden Jahren kommt viel neue Musik. Zeit Rückschau zu halten.

Album des Jahres - Team Scheiße mit "042124192799"

Dieses Jahr wurde bei mir bestimmt durch Musik, die nicht dieses Jahr erschien, allen voran "bonheur" von Fjørt. Doch ein Album führt alle meine Statistiken an und es ist "042124192799" von Team Scheiße. Dieses Album hat aber auch einfach alles was ich brauche, Empowernde Stimmungshits, Starke Antifaschismus Hymnen, ein Wir-Sind-Helden-Cover, einfach alles dabei. Und natürlich der beste Bandname seit Uli und die Gulaschkanonen.

Live-Erlebnis des Jahres: Fatoni im Kino Toni

Das einfache Releasekonzert ist ja schön und gut, aber wie kreativ man da auch werden kann, hat Fatoni uns gezeigt. Denn der hat kurzerhand das Kino Toni in Berlin am Antonplatz gemietet und hat dort seine Musikvideos zum Album "Wunderbare Welt" gezeigt, Fragen beantwortet, Eis verteilt und noch ein kurzes Set gerappt. Das etwas andere Releasekonzert, mit Cola und Popcorn.

Newcomer des Jahres: Strahlemann

Es hat mir schon letztes Jahr wehgetan, dass ich Strahlemann nicht zu meinem Newcomer des Jahres gekürt habe, doch sie haben ihre "Die Sonne scheint nur für mich"-EP erst dieses Jahr herausgebracht, im Gegensatz zu den Singles, die bereits 2022 erschienen. Also kann ich diese wundervollen Herrschaften nun hochhalten. Strahlemann verkörpern eine ganz wundervolle Männlichkeit, kein bisschen toxisch, sondern verletzlich, weich, harmonisch und auch traurig. So sollte es einfach sein.

Unter dem Radar #34: Strahlemann

Wie fühlt es sich an, nach einer Pandemie den ersten eigenen Festivalsommer zu spielen und wie organisiert man ein Bandleben über 3 Städte, 2 Bundesländer und 400 km hinweg? Diese und andere Fragen klären wir im Gespräch mit zwei Vierteln der Band Strahlemann.

Emotionale Wucht des Jahres: Linkin Park

Dieses Jahr brachte eine scheußliche Vielzahl an Schrecken und Katastrophen, die natürlich nicht spurlos vorübergehen. Sie machen einen verwundbarer und wenn dann noch unveröffentlichte Linkin Park Songs aus den Meteora Demos veröffentlicht werden, dann reißt das Wunden auf, von denen man bislang nicht mal wusste, dass man sie überhaupt hat. "Fighting Myself" und "Lost" haben mich da auf einem völlig falschen Fuß erwischt und das war genau richtig so. Ich verstehe, warum die Songs nicht auf dem Album sind, umso dankbarer bin ich, dass es sie nun gibt.

Song des Jahres, den ich zu spät entdeckt habe um ihn zum Song des Jahres zu küren: Stephen Dawes - "Don't Hate Me When It's Over"

Leider habe ich den Song erst letzte Woche entdeckt, aber er hat mich vollkommen eingenommen. Und ich weiß nicht mal warum. Ich habe keinen schlimmen Verlust zu betrauern, ich bin in meiner Beziehung überglücklich, dennoch machen mich Vibe und Text fertig und berühren mich sehr tief drinnen. Unglaublich toller Musiker.

Fazit