Editorial September 2022: Komm ins Licht, jetzt!

Seit langem war der Redaktionschat bei Album der Woche nicht mehr so rege gefüllt, wie in den letzten Tagen: Das neue Fjørt-Album ist angekündigt und wir sollten aufpassen, dabei nicht die vielen anderen Releases zu vergessen, die uns im September erwarten.
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Liebe Leser:innen,

in den letzten Tagen habe ich seit langem mal wieder das schöne Gefühl, dass bei uns in der Redaktion alle kollektiv wegen Musik durchdrehen. Wenn das bei so vielen von uns gleichzeitig passiert, dann kann das eigentlich nur bedeuten, dass die Aachener Fjørt mit neuem Material am Start sind. Es ist für mich immer wieder beeindruckend gewesen, wie unterschiedlich die vielen Geschmäcker bei uns im Team sind, wie sehr wir über alle möglichen Platten miteinander kabbeln können und wie diese Band es trotzdem fertig bringt, irgendwie bei quasi allen von uns einen gemeinsamen Nenner zu finden. Selbst Kollege Jan, der sich bei uns vor einigen Wochen als redaktionsinterner Fjørt-Muffel geoutet hat, war vergangenen Freitag spontan mit auf einer der Album-Shows in Köln mit und sehr positiv überrascht - irgendwie bekommen die Aachener dann eben doch jeden. Als Team haben sie uns dazu gebracht, in den letzten Tagen eine riesige Fülle an Fjørt-Memes zu erstellen, über die ich den ganzen Tag wirklich herrlich giggeln kann.

"Nichts", das neue Album der Band, erscheint also im November und bis es so weit ist, sollten wir vielleicht versuchen, zwischendurch auch mal wieder an etwas Anderes zu denken. Dafür bietet uns der September nämlich eigentlich wirklich ausreichend Material. Zum Beispiel erscheint diesen Monat das zweite Album unserer Lieblinge Kochkraft durch KMA, die vor einigen Jahren in unserem Format "Unter dem Radar" zu Gast waren und sich seitdem wirklich beeindruckend entwickelt haben. So viel kann ich schon mal verraten: So genial wie auf "Alle Kinder sind tot" klang die Band wirklich noch nie und ich hoffe inständig, dass diese grandiose Platte einen weitläufigeren Durchbruch zur Folge hat. Nach langer Weile bescheren uns außerdem Kraftklub mit neuem Material. Nachdem Frontmann Felix Kummer mit seinem Soloprojekt in den letzten Jahren sehr viel ernstere Töne angeschlagen hatte, scheint sich seine Band gerade in eine ähnliche Richtung zu neigen: nicht bierernst, aber doch mit einem Funken weniger jugendlicher Naivität. Ob das die Richtung ist, die die Band gebraucht hat? Wir werden es in wenigen Wochen wissen. Auf dem Weg dorthin begegnet uns noch die neue Pabst-Platte, Preoccupations können mal wieder zeigen, was Post-Punk alles bedeuten kann und von Highly Suspect hat Moritz neulich schon in hohen Tönen geschwärmt. Ein neues Slipknot-Album gibt's übrigens auch noch und Snarky Puppy werden garantiert wieder für Prog-Meisterwerke sorgen. Muss man da wirklich so viel an Fjørt denken? 

Wir wünschen euch wie immer viel Spaß beim Lesen!

Jakob für die Redaktion