MTV Unplugged (Live At Roundhouse, London)

MTV Unplugged (Live At Roundhouse, London)

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Erscheinungsdatum
Rezension

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Die Explosion bleibt aus: Während auf den Festivalbühnen dieser Welt mittlerweile jedem die Qualität des schottischen Trios klar ist, und ein derartiges Event bei anderen Bands ihrer Größe in der Vergangenheit Legendenstatus verschafft hat, bleibt Biffy Clyros MTV Unplugged unauffällig. Akustik-Konzerte hatte die Band schließlich schon zahlreiche gespielt, das gewisse Etwas bei diesem hier bleibt aus. Die drei Musiker könnten auch in einem Edinburgher Pub spielen, und es würde dem Publikum gefallen – aber keiner würde sagen, dass diese Kapelle das Glastonbury Festival headlinen sollte. Sie hätten sich verewigen können, nun reiht dich das Konzert lediglich in die lange Liste der vertanen Chancen von MTV Unplugged ein.

Julius Krämer

Biffy Clyro wären sicher in der Lage, mit dem Konzept von „MTV unplugged“ ein spannendes Konzert auf die Beine zu stellen, wenn sie sich bei der Umsetzung mehr Inspiration gegönnt hätten. Gerade eigentlich kraftvolle Songs wie „Black Chandelier“ wirken mit reduziertem Instrumentarium schlichtweg kraftlos und nicht interessant, weil die Band sich keine Mühe gibt, ihre Songs anders zu arrangieren. Deswegen funktionieren bei Biffy Clyros Akustik-Konzert trotz des schönsten Bühnenbilds aller Zeiten nur die Tracks, die sowieso schon balladesk gemeint sind – „Many Of Horror“ ist etwa fantastisch.

Jakob Uhlig