Reviews

Every Time I Die - Low Teens

Gibt es ein Leben nach dem Tod? Mag man dem Namen der New Yorker Metalcore-Band Every Time I Die Glauben schenken, gibt es davon sogar einige – eine Vision, die sie auch mit ihrem neuesten Album „Low Teens“ musikalisch darzubieten wissen. Denn die 13 Songs der neuen Platte können erneut mit einer solchen Dichte an ausgefeiltem Sound im Gewand eines großen Core-Epos überzeugen, dass man am liebsten tausend Tode in ihnen sterben möchte – und dann ganz schnell wieder auferstehen will, um den nächsten Track nicht zu verpassen.

Apologies, I have none - Pharmacie

Mit “Pharmacie” melden sich die Post-Punker “Apologies, I have none” nach einer wohl harten Zeit voller Rückschläge zurück: Nachdenklich, Deprimierend und zugleich Hoffnungsvoll hinterlässt uns das zweite Album nach mehrfachen Durchhören zurück.

Swain - The Long Dark Blue

Es gibt Platten, bei denen schon der Anblick des Covers reicht, um zu wissen, dass dieses Ding einfach genial wird. So auch bei „The Long Dark Blue“, dem neuesten Werk des holländischen Alternative-Punk-Trios Swain. Statt nämlich einen sündhaft teuren Coverdesigner zu engagieren, haben sich die drei kurzerhand ihren besten Freund geschnappt, ihm den Schädel rasiert und auf die kahle Stelle den Albumtitel tätowieren lassen. War immerhin billiger. Swain, das sind echte Punks mit „I don‘t give a fuck“-Attitüde – und das hört man auch.

Heaven Shall Burn - Wanderer

Seit ihrer Gründung im Jahre 1996 haben uns die Thüringer Metalcore-Veteranen Heaven Shall Burn stets zuverlässig mit ihrem Dampfhammer aus brutaler Musik beglückt. Die steile Karriere der fünf Saalfelder ist in der deutschen Geschichte dieser Musikrichtung absolut beispiellos, keine andere Core-Band konnte so viele treue Anhänger, national wie international, hinter sich versammeln. Warum ist das so? Begutachten wir dazu einmal das neueste Album „Wanderer“, welches wieder einmal demonstriert, warum Heaven Shall Burn ein solches Alleinstellungsmerkmal besitzen.

Schreng Schreng & Lala – Echtholzstandby

Wie viel Punk steckt in einem Liedermacherduo? Die Frage ist eher: erhebt Schreng Schreng und Lala den Anspruch „Punk“ zu sein? Nur weil Jörkk Meckenbier der Sänger von „Love A“ ist? Aber wir wollen hier nicht klären was und wie weit Punk ist. Jedenfalls ist das zweite Album des Duos genauso vielseitig und gleichzeitig einfach, wie der Begriff des „Punks“ selber.

Schmutzki - Spackos Forever

„Spackos Forever“ ist nicht nur der Titel des zweiten Album von SCHMUTZKI sondern auch eine Kampfansage an das bestehende Punkrock-Establishment. Nach „Bäm“ rollt die Stuttgarter Band nun das Punkrock-Feld mit frischen, tanzbaren Tracks auf und scheißt auf den „Punkverrat“.

Departures – Death Touches Us, From The Moment We Begin To Love

Es gibt sie noch, diese Momente, die einen aufhorchen lassen. In denen man gerade von seinem regelmäßigen Besuch im Plattenladen zurückkehrt und die Neuerwerbung mit dem interessanten Cover über den Teller kreisen lässt. Und in denen man dann mit einem zufriedenen Grinsen auf den Lippen feststellt, dass hier einer hoffnungsvollen jungen Band ein mehr als gelungenes Debut geglückt ist. Für einen solchen Moment wird bei vielerlei Musiknerds auch garantiert das neue Album von Departures sorgen. Mit dem Unterschied, dass diese Veröffentlichung mit dem ellenlangen Namen kein Debut ist, sondern bereits der dritte Longplayer der Briten. Trotzdem wird man den Eindruck nicht los, hier den ersten Teil einer Diskografie, deren Fortsetzung noch lange in der Zukunft liegt, in den Händen zu halten. Aber wieso?

Milliarden - Betrüger

Nachdem Milliarden mit ihrer ersten EP „Kokain & Himbeereis“ schon so einige Menschen neugierig auf ein Album gemacht haben, erschien am 12.08. nun endlich ihr Debütalbum “Betrüger”.

This Heals Nothing - To die upon the hand I love

Manche Platten stürmen auf einen ein wie ein kalter Regensturm in einer dunklen Nacht. This Heals Nothing ist mit ihrer ersten EP ein solch musikgewordener Orkan gelungen. Ein Unwetter, das unheilvoll hereinbricht, sich zwischendurch beruhigt, um dann noch heftiger wieder einzuschlagen. Ein düsteres Erlebnis.

Rob Lynch - Baby I am a runaway

Zugegeben: Rob Lynch spielt keine Punk-Musik und schon gar nicht Metal oder Hardcore. Der sympathische Brite aus Stamford sieht seine musikalischen Wurzeln dennoch im britischen Punk und sein neues Album „Baby I’m a runaway“ kommt derartig unverkrampft und authentisch rüber sodass wir uns dennoch entschieden haben, hier das Album der Woche auszurufen.
Label Color
Rot