Reviews

Blut Hirn Schranke - s/t

Den 25. November 2016 hatten sicherlich nicht wenige Hardcorefreunde in Deutschland dick im Kalender markiert: Blut Hirn Schranke ist wohl eine der vielversprechendsten Newcomerbands im Hardcore und haben nach einer größeren EP und einer Umbesetzung ihr Debütalbum veröffentlicht. Die Erwartungen waren hoch und eines sei von Beginn an gleich gesagt: Sie wurden definitiv erfüllt!

Vanishing Life - Surveillance

Langsam bricht wieder die Zeit an, in der das Jahr sich dem Ende neigt und die Menschheit sich bei Glühwein, Spekulatius und Kerzenschein auf das besinnlichste Fest des Jahres vorbereitet. Und auch der schneeweiße Wolf auf dem Cover des Vanishing Life-Debuts „Surveillance“ löst zunächst eher Assoziationen zum Winterschlaf als zur rasenden Wolfsjagd aus. Legt man die Platte aber schließlich das erste Mal auf, scheint den Wolf die Tollwut gepackt zu haben. Denn die Songs dieses Albums sind raffiniert, durchdacht, echt – und vor allem wild.

Goodfella - Don't blink

Selten verliefen die Recherchen über eine Band so schleppend wie diesmal. Zwar durfte ich sehr viel über den herrlichen Scorsese-Film „The Goodfellas“ lesen, über die Band „Goodfella“ findet man allerdings nicht übermäßig viel. So musste Facebook herhalten, und eben die Scheibe selbst: „Don't Blink“.

Annisokay - Devil May Care

ANNISOKAY ist wohl eine der aufstrebendsten Metalcore-Bands Deutschlands und haben am 11.11.2016 ihr drittes Album “Devil may care” über Long Branch Records veröffentlicht. Die fünfköpfige, brachiale Kraft aus Mitteldeutschland möchte mit dem neuen Album allen Skeptikern mit zehn gewaltigen Tracks ordentlich die Meinung geigen. Können ANNISOKAY dabei mehr als nur vorhersehbare Breakdowns und Stakkato-Riffs abliefern?

Dearly Beloved - Admission

Dearly Beloved gehören zu einer aussterbenden Art in der Welt der harten Gitarrenmusik: Während sich zahlreiche moderne Rockbands immer aberwitziger werdenden Arrangements und Stilmixen hingeben, besinnt sich die Truppe aus Toronto auf einen ganz klassischen Garage Rock-Sound. Manch einer mag nun maulen, dass die Tage solcher Bands mittlerweile gezählt sind – hat sich dann aber wohl noch nicht ernsthaft mit „Admission“ beschäftigt. Denn das Musik gewordene Biest, das die Band hier geschaffen hat, ist weit mehr als nur die Rückbesinnung auf alte Zeiten.

Oakhands - Age of Swans

Die ersten zwei Minuten entscheiden bei mir, ob der Künstler taugt oder nicht. Bei den „Oakhands“ waren es gerade mal 21 Sekunden.

In Flames - Battles

Es findet ein Umbruch statt bei „In Flames“. Dem altbekannten Death-Metal-Sound wenden sie größtenteils den Rücken zu, um sich anderen, vielleicht sogar eher salonfähigen Klängen hinzugeben. „Battles“, das inzwischen zwölfte Studioalbum, zeigt, dass es die fünf Schweden auch anders können.

Touché Amoré - Stage Four

Im Leben eines jeden Musikfans finden sich immer wieder die Momente, in denen ein Song, eine Platte oder eine Band die eigene Seele mit mehr bewegt als nur mit großartiger Musik. Es sind diese Werke, in denen Künstler mit ihren Klängen Geschichten erzählen, die Mark und Bein erschüttern und so gewaltig sind, dass es unmöglich ist, die CD nur als Hintergrundbeschallung laufen zu lassen. Solche Geschichten auf Albumlänge sind selten. Doch Touché Amoré ist mit „Stage Four“ ein solches Werk gelungen.

Stick To Your Guns - Better Ash Than Dust

Ferne Welten, Kometen und Sterne schmücken das Cover der neuen EP der kalifornischen Hardcore-Band Stick To Your Guns. Die menschliche Silhouette auf diesem Bild scheint in diesem Universum fremd zu sein, nur ein Schatten ihrer selbst erinnert noch an irdische Dimensionen. Ein Sinnbild, dass den Sound von „Better Ash Than Dust“ treffend zusammenfasst. Denn den fünf Jungs aus Orange County gelingt es in einer Spielzeit von nur knapp 17 Minuten, ihre Hörer in immer weitere Kosmen aufsteigen zu lassen – dabei wird sich nur an ganz einfachen Mitteln bedient.

SUM 41 - 13 Voices

2016 ist das Jahr der Auferstehung - zumindest was alte Punkrock-Größen der 90er und frühen 2000er angeht. BLINK-182, GREENDAY und SUM 41 releasen neue Platten und lassen weltweit mittlerweile mitgealterte Fans ihre alten Bandshirts und Nietengürtel aus den hinteren Ecken der Kleiderschränke rauskramen. „13 Voices“ ist das neue Werk von SUM 41 und das sechste Album der amerikanischen Punkrock-Band.
Label Color
Rot