Vorschau 2022: Mit 50 Platten ins neue Jahr

Bereits jetzt kündigen sich für das neue Jahr wieder viele fantastische neue Releases an. Wir werfen für euch einen Blick in die Zukunft und zeigen euch, welche Platten schon feststehen – und welche vielleicht noch folgen könnten.
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A Place To Bury Strangers – „See Through You“ (04. Februar)

Schon recht früh im Jahr 2022 erwartet uns ein neues Album der New Yorker Shoegaze-Formation A Place To Bury Strangers. Die Band ihre Fans seit ihrer Gründung in ziemlicher Regelmäßigkeit mit neuen Platten versorgt, in den letzten Jahren hatte es aber vor allem ungewöhnliche Releases gegeben: Das letzte reguläre Album „Pinned“ erhielt noch im Erscheinungsjahr eine Remix-Platte und die „Fuzz Club Session“ war ein Live-Session-Album aus einer Reihe, in der schon zahlreiche andere Künstler:innen veröffentlicht hatten. „See Through You“ wird am 04. Februar nun aber wieder ein reguläres Album.

Alarmsignal – „Ästhetik des Widerstands“ (14. Januar)

Zur Abwechslung starten wir 2022 mal weder mit einem Radio-Havanna- noch mit einem Turbostaat-Album – das war bei Album der Woche irgendwie bisher eine ungeschriebene Tradition. Deutschpunkfans müssen sich aber trotzdem nicht alleingelassen fühlen. Immerhin ist das neue Album von Alarmsignal bereits für den 14. Januar angekündigt. Und „Ästhetik des Widerstands“ ist nicht allein. Schon eine Woche vorher erscheint bereits…

Alex Mofa Gang – „Nacht der Gewohnheit“ (07. Januar)

…das neue Album der Alex Mofa Gang. „Nacht der Gewohnheit“ ist der Nachfolge der 2019 erschienenen Platte „Ende offen“ und erscheint schon am 07. Januar, also dem erstmöglichen Release-Freitag des Jahres. So kann 2022 definitiv starten!

Alligatoah – „Rotz & Wasser“ (25. März)

Rapper Alligatoah ist ein Garant für durchdachte und manchmal bitterbös-zynische Songs, die selbst Nicht-Hip-Hop-Hörer immer wieder aus der Reserve locken. Ob das 2022 immer noch genau so funktioniert, wird sich mit dem Release von „Rotz & Wasser“ zeigen – das Album erscheint am 25. März.

Alt-J – „The Dream“ (11. Februar)

Eine der spannendsten Ankündigungen des ausgehenden Jahres war mit Sicherheit der angepeilte Release des neuen Alt-J-Albums. Um die Indie-Götter war es sehr lange still, das bisher letzte Album „Relaxer“ feiert im kommenden Jahr schon sein fünfjähriges Jubiläum. Ob Alt-J aber so spannend bleiben, wie es ihr letztes Album vorgelegt hatte? Die erste Single „U&Me“ etwa hatte zwar ein schickes Video, aber eigentlich keine besonderen musikalischen Überraschungen.

Animals As Leaders – „Parrhesia“ (25. März)

Liebhaber:innen von komplexen Rhythmen und abgefahrenen Tech-Riffs werden 2022 wohl kaum an dieser Platte vorbeikommen: Animals As Leaders jagen mit „Parrhesia“ eine neue Platte heraus, die wahrscheinlich nur darauf wartet, Teil der opulenten Live-Shows der Band zu werden – hoffen wir, dass das im neuen Jahr hinhaut.

Anna von Hausswollff – „Live At Montreux Jazz Festival“ (14. Januar)

Anna von Hausswollffs Konzerte waren in letzter Zeit nicht nur wegen der Pandemie eine komplizierte Angelegenheit: Erst vor wenigen Wochen musste ihr Auftritt in einer Kirche in Nantes abgesagt werden, weil katholische Fundamentalisten gegen die „satanische Musik“ demonstriert hatten. Eine weitere Show in Paris wurde daraufhin ebenso aus Sicherheitsgründen abgesagt. Im legendären Montreux-Festival ist die Sängerin aber natürlich ein mehr als gerngesehener Gast – und diese für den 14. Januar angekündigte Aufzeichnung der Show könnte ganz besonders werden.

Archive – „Call To Arms & Angels“ (08. April)

Ist es ein Zufall, dass 2021 auch ein Album von Visionist mit dem Titel „Call To Arms“ erschienen war? Offenbar herrscht gerade ein kämpferischer Zeitgeist vor, der uns an die Waffen treibt. Das darf man beunruhigend finden, aber auf ein neues Archive-Album kann man sich dennoch eigentlich immer freuen. Fans müssen sich noch bis zum 08. April gedulden.

Bad Assumption

Die Melodic-Hardcore-Band unseres Ex-Redakteurs und Podcast-Moderators Merten hat in den letzten Monaten schon einiges an Studioarbeiten angeteasert – unter anderem findet man auf Youtube einige sehr unterhaltsame Clips aus den Aufnahmesessions. Die Wahrscheinlichkeit ist also groß, dass es 2022 Neues zu hören gibt. Ein Pandemie-Wehrmutstropfen: Die von Album der Woche präsentierte Münster-Show der Band im Januar musste gerade erst in den Oktober verschoben werden.

Beach House – „Once Twice Melody“ (18. Februar)

In der Pandemie hatten wir alle entweder zu viel Lockdown-Langeweile oder viel zu viel Stress. Auf irgendeine Weise wahnsinnig geworden sind wir jedenfalls alle. Da können die transzendenten Klänge von Beach House manchmal beruhigende Abhilfe verschaffen. Vielleicht wird „Once Twice Melody“ am 18. Februar also zum ultimativen akustischen Omikron-Retter.

Big Thief – „Dragon New Warm Mountain I Believe In You“ (11. Februar)

Big Thief reißen seit Jahren Indierock-Fans auf aller Welt in ihren Bann. 2022 holt die Band nun zum nächsten Schlag aus: „Dragon New Warm Mountain I Believe In You“ erscheint schon am 11. Februar. Nicht nur der Titel ist lang, auch die Platte selbst ist es: Die neue Big-Thief-Platte wird ein Doppelalbum mit fast eineinhalb Stunden Länge!

Bilderbuch – „Gelb ist das Feld“ (25. März)

Bilderbuch haben endlich den Nachfolger zum 2019 erschienen „Vernissage My Heart“ am Start! Schon Anfang 2021 machten die Wiener mit dem doppelten Single-Release von „Nahuel Huapi“ und „Daydrinking“ wieder auf sich aufmerksam, nun erscheint auch wieder ein Longplayer. „Gelb ist das Feld“ passt gerade so noch ins erste Quartal 2022.

Billy Talent – „Crisis Of Faith“ (21. Januar)

Viel große Rockbands sind in den letzten Jahren nicht mehr nachgekommen, aber Billy Talent gehören immer noch zu den Institutionen, die mit ihrem Sound das Genre frischhalten. „Crisis Of Faith“ heißt das neueste Werk der Band. Es erscheint am 21. Januar.

Black Country, New Road – „Ants From Up There“ (04. Februar)

Ein besonderer Hammer: Black Country, New Road waren bereits dieses Jahr mit ihrem Debütalbum eine der größten Sensationen des Jahres. Und nun erscheint schon am 04. Februar die nächste Platte der Post-Punk-Sensation und trägt den Namen „Ants From Up There“. Schnellschuss oder die würdige Fortsetzung dieser unglaublichen Newcomer? Idles haben ja jedenfalls schon gezeigt, dass ein so schneller Duktus möglich ist und sensationell sein kann.

Bloc Party – „Alpha Games“ (29. April)

Auch Bloc Party sind im Jahr 2022 nicht totzukriegen – die Band steht mittlerweile kurz vor ihrem 20-jährigen Jubiläum. Die ganz großen Tage sind zweifellos schon lange vorbei, aber umso spannender ist es immer wieder zu sehen, was die Band als nächstes im Repertoire hat. Das nächste Werk heißt „Alpha Games“ und erscheint am 29. April.

Casper – „Alles war schön und nichts tat weh“ (25. Februar)

Nach knapp fünf Jahren Wartezeit gibt es ein neues Casper-Album und es sieht aktuell so aus, als würde es nicht so wie der Vorgänger spontan noch verschoben werden. Das neueste Werk ist von keinem geringeren als Die-Nerven-Frontmann Max Rieger produziert, bisher sind drei Singles erschienen. Darauf sind mit Tua und Haiyti zwei absolute Hochkaräter als Gäste zu hören.

Cyhra

Die schwedische Metal-Band wird 2022 wohl ihr drittes Album veröffentlichen. Das verraten bereits einige Teaser auf dem Instagram-Kanal der Band, in dem unter anderem über das Songwriting der Platte gesprochen wird. Genauere Details fehlen noch, aber im neuen Jahr wird es definitiv so weit sein.

David Bowie – „Toy“ (07. Januar)

Die Toten soll man nicht aufwecken? Dieser Spruch ist der Musikindustrie bei den meisten Legenden normalerweise relativ egal. So gibt es gleich zu Beginn von 2022 ein neues David-Bowie-Album. Immerhin: „Toy“ ist keine merkwürdige Compilation aus alten Studiofetzen, zu denen dann Pitbull noch schnell ein Feature einsingt, um die leeren Parts zu füllen, sondern ein Projekt, das Bowie Anfang der 2000er tatsächlich mal so releasen wollte, diese Pläne dann aber aus finanziellen Sorgen des Labels begraben musste. Man kann also sagen: Fans dürfen sich zurecht freuen!

Die Nerven

Max Rieger hat für 2022 schon eine ganze Menge Projekte als Produzent in der Hinterhand – zum Beispiel die neuen Platten von Casper und Mia Morgan. Eigentlich hatte seine Band aber auch schon auf Konzerten 2019 angekündigt, 2021 ein neues Album zu veröffentlichen. Das ist nicht passiert – vielleicht wegen der Pandemie? Möglicherweise können wir ja auf 2022 hoffen.

Drens – „Holy Demon“ (20. Mai)

Drens machten anderem durch die Tatsache auf sich aufmerksam, dass ihre 2020er-Veröffentlichung „Pet Peeves“ das Produzentendebüt von Kraftklub-Mitglied Steffen Israel war. Nun erscheint mit „Holy Demon“ das Debütalbum mit anderem Produzenten, der allerdings nicht gerade weniger namhaft ist. Zebo Adam hat nicht nur unter anderem Zeal & Ardor gemacht, sondern auch Bilderbuchs legendäres Durchbruchsalbum „Schick Schock“. Nun also Dortmunder Surfrock – man darf Bock haben!

Frank Turner – „FTHC“ (18. März)

Während Frank Turner wie alle anderen auch von der Pandemie gefangengenommen war, veranstaltete er so aktiv wie kaum jemand anderes immer wieder Livestreamkonzerte. Dabei zu hören war regelmäßig neues Material, das nun endlich den Weg auf eine Platte gefunden hat: „FTHC“ soll wieder roher werden als sein Vorgänger und erscheint am 18. März.

Fucked Up – „Do All Words Can Do“ (25. März)

Fucked Up gehören zum besten, was Hardcore-Punk seit Jahren zu bieten hat. Insofern darf man auch von „Do All Words Can Do“ Großes erwarten – die Platte erscheint am 25. März.

Hot Water Music – „Feel The Void“ (18. März)

Darauf kann man mal so richtig Bock haben: Die legendären Hot Water Music veröffentlichen neue Musik via End Hits Records! „Feel The Void“ heißt das neue Album der Emopunk-Legenden und erscheint am 18. März. Es ist das erste Album, an dem auch Flatliners-Frontmann Chris Cresswell mitgewirkt hat, der seit einiger Zeit Teil der Band ist.

Jack White – „Fear Of The Dawn“ (08. April) & „Entering Heaven Alive“ (22. Juli)

Jack Whites letztes Soloprojekt „Boarding House Reach“ war eines seiner ambitioniertesten Werke überhaupt. 2022 will sich der ehemalige White-Stripes-Frontmann wohl noch mehr trauen und veröffentlicht gleich zwei Alben, die beide bereits mit Namen und Releasedatum angekündigt sind. Beide erscheinen über Whites eigenes Label Third Man Records.

Jesper Munk

Von Jesper Munk wird es 2022 wohl neues Material geben und das vermutlich auch in Albumlänge. Schon 2021 sind zwei neue Songs erschienen. Die jüngere der beiden heißt „Head In The Clouds“ und wurde vom Künstler selbst als „2. Single“ bezeichnet – da kommt also sicher noch mehr!

Kendrick Lamar

2021 gab es immerhin mal wieder etwas Neues von Kendrick Lamar zu hören, er war als äußerst prominenter Featuregast auf Songs seines Cousins Baby Keem dabei. Der Nachfolger zu „Damn.“ ist immer noch nicht angekündigt, man kann aber relativ gut auf 2022 hoffen. Kendrick kündete bereits an, dass sein nächstes Projekt das letzte auf seinem Label Top Dawg Entertainment sein würde – und außerdem spielt er auf der Superbowl-Show 2022. Es wäre also geradezu verschwendet, dieses Promo-Event nicht für neues Material zu nutzen.

King Gizzard & The Lizard Wizard“ – „Butterfly 3001“ (21. Januar)

King Gizzard könnte man in dieser Liste eigentlich auch schon standartmäßig führen, wenn gar keine Ankündigung für ein neues Album da ist – so unglaublich frequent ist der Release-Kalender der Australier. Für 2022 ist aber tatsächlich schon etwas ganz Konkretes festgemacht: „Butterfly 3001“ erscheint am 21. Januar und ist ein Remixalbum des 2021 erschienene „Butterfly 3000“. Wir mutmaßen aber einfach mal weiter: Das wird auf keinen Fall der einzige Release der nimmermüden Psych-Rocker im kommenden Jahr bleiben.

Kora Winter

Auf den Instagram-Kanälen von Kora Winter waren in diesem Jahr bereits immer wieder Videos von Aufnahmeprozessen zu sehen. Klar ist auch schon, dass es eine neue EP wird und diese im kommenden Jahr erscheinen wird. Man darf wie immer gespannt sein – 2021 hatte die Band die Wartezeit mit dem Prof.-Wolfff-Cover „Hetzjagd“ verkürzt.

Korn – „Requiem“ (04. Februar)

So richtig beeindruckend haben die Nu-Metal-Heroen Korn in den letzten Jahren eigentlich keinen mehr, der letzte große Aha-Moment war vielleicht das im Trend seiner Zeit stehende Dubstep-Album „The Path Of Totality“ von 2011. Ob Korn zehn Jahre später nochmal für so einen Aufschrei sorgen können? Oder beerdigen sie sich selbst, wie man dem Titel ihrer Platte „Requiem“ böswillig unterstellen könnte?

Mantar

Last-Minute-Ankündigung von Mantar: Mit einem Instagram-Post verabschiedete das Duo das Jahr 2021 und kündigte gleichzeitig an, für das kommende Jahr ein neues Album aufgenommen zu haben. Die Meldung ist noch so taufrisch, dass man eigentlich nichts weiteres weiß – aber das Ungewisse ist ja gerade so spannend!

Mia Morgan – „Fleisch“ (29. April)

Mia Morgan landete vor einiger Zeit mit „Waveboy“ einen sehr unwahrscheinlichen Sommerhit und spielte sich damit auf Deutschlands Indie-Radar. Ihr Debütalbum „Fleisch“ muss nun beweisen, wie Mia Morgan auf Albumlänge klingt – und darauf kann man wirklich gespannt sein.

Neonschwarz – „Morgengrauen“ (25. Februar)

Das neue Neonschwarz-Album ist bereits angekündigt und erscheint am 25. Februar. Es trägt den Titel „Morgengrauen“ und ist der Nachfolger des 2018 erschienen „Clash“. Auffallend viele Releases dieser Liste brechen den sonst so typischen Zwei-Jahres-Release-Rhythmus von Alben – da scheinen wir die Nachwirkungen der Pandemie jetzt langsam nochmal auf ganz andere Weise zu spüren bekommen.

Placebo – „Never Let Me Go“ (25. März)

Dieses Ding hier ist schon fast eine kleine Sensation: Fast 10 Jahre nach „Loud Like Love“ gibt es wieder ein neues Album von Placebo! „Never Let Me Go“ ist sogar gar nicht mehr so weit entfernt und erscheint bereits am 25. März. Grandioses Comeback oder nur noch ein müdes Aufbegehren von ehemaligen Legenden? Die Zeit wird es zeigen.

Porcupine Tree – „Closure/Continuation“ (24. Juni)

Für Steven Wilson dürfte die Pandemie besonders frustrierend gewesen sein: Sein neues Soloalbum musste mehrfach verschoben werden und die dazugehörige Tour, die seine größte bisher werden sollte und optisch völlig neue Maßstäbe setzen sollte, fand nie statt. Vielleicht ist es diesen Umständen gestellt, dass es 2022 tatsächlich ein neues Album von seiner Band Porcupine Tree geben wird. Die Gruppe hatte sich 2010 eigentlich aufgelöst, aber 2021 überraschend ihr Comeback angekündigt. Das daraus gleich eine ganze Platte entstanden ist, ist mehr als besonders.

Psychedelic Porn Crumpets

Sehr viel unklarer sieht die Lage aktuell noch bei den Psychedelic Porn Crumpets aus, aber die Stoßrichtung ist klar: Am 15. Oktober veröffentlichte die Band eine neue Single namens „Lava Lamp Pisco“. Ob daraus auch ein neues Album erwachsen wird? Wir werden es wohl 2022 erfahren.

Rolo Tomassi – „Where Myth Becomes Memory“ (04. Februar)

Rolo Tomassi veröffentlichen im neuen Jahr ebenfalls ein neues Album und haben bereits alles klargemacht: Die Platte trägt den Namen „Where Myth Becomes Memory“ und erscheint am 4. Februar. Erstes Hörmaterial gibt es natürlich auch schon – „Drip“ zum Beispiel klingt nicht nur brachial, sondern hat auch ein ebenso opulentes Video spendiert bekommen.

Shoreline – „Growth“ (04. Februar)

Im kommenden Jahr gibt es ein neues Jahr der Münsteraner Emo-Punks Shoreline und es verspricht eine ganze Menge: Die ersten Singles klingen so lauter als je von der Band gewohnt, das Artwork sieht einfach großartig aus und die Platte erscheint via End Hits Records – da kommt Großes auf uns zu.

Skillet – „Dominion“ (14. Januar)

Neben Korn hat eine weitere Alternative-Nu-Metal-Formation schon für Anfang des neuen Jahres eine Platte in der Pipeline: „Dominion“ heißt das neue Werk der Christrocker Skillet und erscheint bereits am 14. Januar.

Smile And Burn

Smile And Burn hatten sich auf ihrem letzten Album sehr selbstkritisch und frustriert von der Musikindustrie gezeigt. Vom Musikmachen hat sie das scheinbar aber Gott sei Dank nicht abgebracht: Erst kurz vor Weihnachten verkündete die Band, das neues Material fertiggestellt sei. Außerdem wurde bereits bekannt gegeben, dass ein noch unbekannter Release am 14. Januar erfolgen sollte – wahrscheinlich die erste Single.

Sondaschule – „Unbesiegbar“ (14. Januar)

Und noch einer für die Deutschpunk-Freunde zum Jahresanfang: Sondaschule feuern ebenfalls ein neues Album raus und das schon am 14. Januar. „Unbesiegbar“ heißt die Platte und trägt damit vielleicht einen Zustand als Titel, den wir uns nach zwei Jahren Pandemie sehnlich wünschen – aber nicht so recht glauben können.

Stick To Your Guns

Ende 2021 erschien wieder neues Stick-To-Your-Guns-Material. Die Band um Jesse Barnett veröffentlichte einen Song, der noch von dem mittlerweile verstorbenen Architects-Gitarristen Tom Searle stammte. Ob das nur ein Sonderling war oder ob 2022 wirklich ein neues Album im Raum steht? Wir werden sehen.

Tears For Fears – „The Tipping Point“ (25. Februar)

Es geschehen noch Zeichen und Wunder: 2022 gibt es ein neues Album der Uralt-Popper Tears For Fears, die 2021 ihr vierzigjähriges Jubiläum feierten. „The Tipping Point“ war angeblich ein Jahrzehnt lang in der Entwicklung – mal sehen, was das gibt.

Tocotronic – „Nie wieder Krieg“ (28. Januar)

Die Musikjournalistin Rosalie Ernst stellte 2019 auf ihrem Instagram-Account 10 goldene Regeln des deutschen Musikjournalismus‘ vor. Darunter: „Tocotronic war immer gut, ist immer gut und wird immer gut sein.“ Ob das auch für „Nie wieder Krieg“ gilt? Oder müssen wir von Album der Woche da endlich mal einen ordentlichen Verriss schreiben, um dieses Dogma zu brechen?

Trent Reznor und Atticus Ross – „Bones & All“ (Score)

Ich höre meinen Redaktionskollegen Joe schon aus der hinteren Reihe schreien, weil Trent Reznor wieder irgendwas gemacht hat. Auch 2022 spielt Reznor zusammen mit seinem Nine-Inch-Nails-Kollegen einen Soundtrack ein, diese Mal zu dem Film „Bones & All“. Verraten hat das der Filmjournalist Erick Weber auf Twitter – demnach waren Ross und Reznor im Dezember gerade am finalen Mix.

Underoath – „Voyeurist“ (14. Januar)

Dass es nach der zwischenzeitlichen Pause mittlerweile wieder regelmäßig Neues von Underoath zu hören gibt, ist eine gute Sache. So auch gleich Anfang 2022: Da erscheint „Voyeurist“, das neunte Studioalbum der Gruppe aus Florida. Und das beste: Fans müssen nur noch bis zum 14. Januar warten.

Zeal & Ardor – „Zeal & Ardor“ (11. Februar)

Das eher spontan entstandene Black-Metal-Blues-Projekt von Manuel Gagneux ist mittlerweile eine feste Institution geworden. Nach der aus gegebenem Anlass erschienenen „Wake Of A Nation“-EP aus dem Jahr 2020 folgt nun wieder ein ganzes Album – der Nachfolger des Debüts „Stranger Fruit“. Da das bisher alles ganz schön sensationell war, darf auch dieses Album wieder sehr viel versprechen.