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Die besten Platten 2017: Die Top 5 von Ole

Sa, 30.12.2017 - 15:21
Dieses Jahr fraß viel. Musikalisch spuckte es aber gerade eine Menge, liebenswerte kleine Bands aus. Doch kann ich mit gutem Gewissen behaupten, nie ein Lied folgender Alben geskippt zu haben.

Platz 5: Kaffkönig – „Das Große Kotzen“

Kaffkönig haben mich mit ihrem unglaublichen Sound geflasht. Zwei Typen klingen wie – äh, drei? Liebgewonnen habe ich das Album gerade durch „Panzerquartett“. Allgemein bietet die Platte aber 10 Songs, die durchweg Energie haben. Leider habe ich es noch nicht geschafft, die Band live zu sehen, bin aber sehr gespannt, wie diese energiereiche Lyrikschlacht live aussieht. Für mich ist das Album die Überraschung des Jahres.

Review

Kaffkönig und „Das große Kotzen“: Wenn Melancholie auf Aggressivität trifft
„Das große Kotzen“ bewegt sich in unendlichen Sphären. Wer dieses Album einem Musikgenre zuordnen kann, der kennt die anderen nicht!
8.5 / 10 Punkte
„Das große Kotzen“ bewegt sich in unendlichen Sphären. Wer dieses Album einem Musikgenre zuordnen kann, der kennt die anderen nicht!

Platz 4: Leoniden - „Leoniden“

Die Leoniden haben mit ihrem frischen, frechen und doch so furchtbar emotional fragilen Sound einfach mein Herz berührt. Ich liebe das Album live und auch auf dieser lilanen Vinyl macht es sich einfach großartig. Gerade für die Tanzbarkeit sorgte es viel. Das Kosmonaut Festival war sehr geprägt durch „1990“. Und die Kuhglocke – ach, was habe ich mich in diese verdammte Kuhglocke verliebt.

Review

Leoniden: Junge Band überzeugt mit innovativem Indiesound
Leoniden werden seit einiger Zeit als Geheimtipp für Indiefreunde gehandelt. Jetzt haben die fünf Jungs aus Norddeutschland endlich eine Platte herausgebracht. Warum sind wir so begeistert?
8.2 / 10 Punkte
Leoniden werden seit einiger Zeit als Geheimtipp für Indiefreunde gehandelt. Jetzt haben die fünf Jungs aus Norddeutschland endlich eine Platte herausgebracht. Warum sind wir so begeistert?

Platz 3: Captain Capa - „This Is Forever“

Schon alleine wegen dem wohl sympathischsten Interviewanfang dieses Jahres haben es Captain Capa auf die drei geschafft. Aber auch musikalisch hat mich dieses Jahr doch sehr der elektronische Stil geprägt und eben dieses Album hat wohl den größten Teil dazu beigetragen. Man kann dazu so gut tanzen, wie konnte mir das vorher nie auffallen? Zusammen mit den nicht unbedingt ausgefuchsten Lyrics kombinieren Captain Capa Charme und Energie. Und das auch auf der Bühne. Leider viel zu selten!

Review

Captain Capa begeistern auf "This Is Forever" mit aufwändigen Electro-Klängen
„This is Forever“ könnte 2017 einiges an Gesprächsthemen bieten – Captain Capa interpretieren die elektronische Musik auf ganz anderen Wegen.
8.7 / 10 Punkte
„This is Forever“ könnte 2017 einiges an Gesprächsthemen bieten – Captain Capa interpretieren die elektronische Musik auf ganz anderen Wegen.

Platz 2: Käptn Peng & die Tentakel von Delphi - „Das Nullte Kapitel“

Es dauerte eine Weile, bis mich dieses Album wirklich packte. Erst wirkte es so aufgesetzt und widersprüchlich in sich selbst, doch mit mal zu mal hatte ich immer öfter das Gefühl, „Das nullte Kapitel“ zu begreifen. Es ist schon faszinierend, wie voll und perfekt dieses Album klingt, aber so soll es wohl manchmal einfach sein. Mit „Tier“ und dessen endloser Geschichte spielt Peng mit den Gedanken seiner Hörer und man muss wieder von vorne anfangen.

Review

„Das nullte Kapitel“: ähnlich, aber anders – Käptn Peng & die Tentakel von Delphi mit Charakterwandel
Schon 2012 hörte man bei „Die Zähmung der Hydra“ die lyrische Ästhetik - versinnbildlichter Wahnsinn gemischt mit Genie. Mit „Expedition ins O“ konnte Käptn Peng mit seiner Band Die Tentakel von Delphi dann in musikalische Universen reisen, welche sich weit weg vom Pop-Kosmos befinden. Nun erscheint „Das Nullte Kapitel“ und man merkt schnell, dass die Platte einen anderen Weg eingeschlagen hat.
8.3 / 10 Punkte
Schon 2012 hörte man bei „Die Zähmung der Hydra“ die lyrische Ästhetik - versinnbildlichter Wahnsinn gemischt mit Genie. Mit „Expedition ins O“ konnte Käptn Peng mit seiner Band Die Tentakel von Delphi dann in musikalische Universen reisen, welche sich weit weg vom Pop-Kosmos befinden. Nun erscheint „Das Nullte Kapitel“ und man merkt schnell, dass die Platte einen anderen Weg eingeschlagen hat.

Platz 1: Smile And Burn - „Get Better, Get Worse“

Da sind es tatsächlich die Typen geworden, die meinten, ein guter Song müsse sein wie ein Döner. Stimmt! Die zehn Songs dieser Platte lösen in mir etwas aus, das mich ausrasten lässt. Lyrisch kann ich mich zu einhundert Prozent mit der Platte identifizieren und musikalisch haben die Knaben einfach was neues, frisches und wunderschönes erschaffen. Für dieses Album möchte ich mich noch einmal bedanken! Und weil es damals keine Note gab: 9,5.

Review

Smile and Burn - Get Better Get Worse
Smile and Burn sind schon längst keine Unbekannten mehr in der deutschen Punkrockszene. Mit “Action Action” hatten sie 2014 einen großen Erfolg, wodurch sie schon größere Konzerte und auf bekannte Festivals spielen durften. “Get Better Get Worse“ heißt nun das neue Album, welches am 3. Februar erschien. Bei der letzten Platte klang alles noch sehr frisch und verspielt. Nun haben sich Smile and Burn vorgenommen, ihre bisherige Sammlung von nicht radiotauglichen Songs zu erweitern.
Smile and Burn sind schon längst keine Unbekannten mehr in der deutschen Punkrockszene. Mit “Action Action” hatten sie 2014 einen großen Erfolg, wodurch sie schon größere Konzerte und auf bekannte Festivals spielen durften. “Get Better Get Worse“ heißt nun das neue Album, welches am 3. Februar erschien. Bei der letzten Platte klang alles noch sehr frisch und verspielt. Nun haben sich Smile and Burn vorgenommen, ihre bisherige Sammlung von nicht radiotauglichen Songs zu erweitern.

Die folgenden Platten sind Platz 6 bis 10. Nicht in Reihenfolge!

 

Itchy - „All We Know“
Lemur - „Die Rache der Tiere“
Satan Takes A Holiday - „Aliens“
Der Weg Einer Freiheit - „Finisterre“
Lirr. - „God's On Our Side; Welcome To The Jungle“