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Die besten Platten 2017: Die Top 5 von Moritz

Di, 26.12.2017 - 13:49
Liebes 2017, du hast es mir nicht leicht gemacht. Eine Vielzahl von Alben hätte es in diese Liste schaffen können - aber es ist nur Platz für fünf. Daher: let's fetz.

Platz 5: Julien Baker – „Turn Out The Lights“

So ganz kann ich nicht glauben, dass dieses Album in meiner Top 5 steht, allerdings hat mich dieses Album komplett gefesselt. Minimalismus trifft auf Gigantismus und die zu vernachlässigende musikalische Untermalung, um diese fantastische Stimme hervorzuheben. Das hat diese Frau aber eigentlich nicht nötig. Diese Frau und diese Stimme muss einfach in dieser Liste.

Reviews

Julien Baker und "Turn Out The Lights": Die Essenz
Auf ihrem Debüt „Sprained Ankle“ bestach Julien Baker mit herzzerreißender Ehrlichkeit und musikalischem Minimalismus. Letzterer verabschiedet sich auf „Turn Out The Lights“ etwas, ihre Nahbarkeit büßt die Sängerin zum Glück trotzdem nicht ein.
8 / 10 Punkte
Auf ihrem Debüt „Sprained Ankle“ bestach Julien Baker mit herzzerreißender Ehrlichkeit und musikalischem Minimalismus. Letzterer verabschiedet sich auf „Turn Out The Lights“ etwas, ihre Nahbarkeit büßt die Sängerin zum Glück trotzdem nicht ein.

Platz 4: Die Toten Hosen – „Laune der Natur“

Ja es sind die Hosen. Mit all ihrem Pop und auch Punk. Mit all ihrer Melancholie und Trauer, mit all ihrer Selbstironie und ihrem Spaß. Man kann dieses Album selbstverständlich scheiße finden. Ich aber liebe es.

Reviews

Die Toten Hosen verneigen sich auf "Laune der Natur" vor ihrer eigenen Karriere
Die Hosen sind tot, lang leben die Toten Hosen! Mit „Laune der Natur“ melden sich die Väter des deutschen Punks zurück und liefern ein vielseitiges und sehr persönliches 17. Studioalbum.
9 / 10 Punkte
Die Hosen sind tot, lang leben die Toten Hosen! Mit „Laune der Natur“ melden sich die Väter des deutschen Punks zurück und liefern ein vielseitiges und sehr persönliches 17. Studioalbum.

Platz 3: Straightline – „Vanishing Values“

Fast hätte ich die Thrash-Metal-Punker vergessen, wurden sie doch besprochen, als wir unsere Punktewertung noch nicht eingeführt hatten. Das wäre schwer verwerflich gewesen, haben diese jungen Virtuosen einem Meisterwerk von Pink Floyd nicht nur neues Leben eingehaucht, sie gaben ihm auch eine neue Bedeutung. „Welcome To The Machine“ ist vielleicht auch einer der Songs des Jahres, Straightline machen sich allerdings auch selbst Konkurrenz, da „Generation Lost“ sehr knapp dahinter rangiert. Fantastische Platte. Pink Floyd wären stolz.

 

Reviews

Thrash-Metal vom Feinsten: Straightline mit "Vanishing Values"
Die Welt ist im Wandel! Ein völlig stumpfsinniger erster Satz, der aber leider den aktuellen Zeitgeist gut einfängt. Nicht nur in der Politik, sondern auch in der Musik. Wenn nicht gerade Metallica ein neues Album auf den Markt wirft, hört man nicht viel neuen Thrash Metal. Dabei ist das Genre immer noch sehr gefragt, es fehlen nur die jungen, unverbrauchten, neuen Gesichter. Und da kommen Straightline ins Spiel: Mit ihrem neuen Album „Vanishing Values“ entstauben sie ein in die Jahre gekommenes Genre mit neuen Tönen.
Die Welt ist im Wandel! Ein völlig stumpfsinniger erster Satz, der aber leider den aktuellen Zeitgeist gut einfängt. Nicht nur in der Politik, sondern auch in der Musik. Wenn nicht gerade Metallica ein neues Album auf den Markt wirft, hört man nicht viel neuen Thrash Metal. Dabei ist das Genre immer noch sehr gefragt, es fehlen nur die jungen, unverbrauchten, neuen Gesichter. Und da kommen Straightline ins Spiel: Mit ihrem neuen Album „Vanishing Values“ entstauben sie ein in die Jahre gekommenes Genre mit neuen Tönen.

Platz 2: Primetime Failure – „Home“


Diese Punks wissen, wie man‘s macht. Diese raue Stimme ist einfach der Hammer. Vor allem „Waiting“ hat es mir unglaublich angetan. Primetime Failures harter und zugleich lässiger Sound ist in dieser simplen, jedoch zugleich raffinierten Art einfach der Hammer und in dem Genre schwer zu toppen.
 

Primetime Failure liefern mit "Home" knackigen Skatepunk in 15 Minuten ab
Der Skatepunk der '90er Jahre hat einen großen Teil einer ganzen Generation geprägt. Diesen Weg schlagen Primetime Failure mit ihrer Debut-EP „Home“ ebenfalls ein. Dabei schaffen sie es, mit eigenem Sound zu punkten und sich nicht an den Lorbeeren anderer Größen zu bereichern.
8.3 / 10 Punkte
Der Skatepunk der '90er Jahre hat einen großen Teil einer ganzen Generation geprägt. Diesen Weg schlagen Primetime Failure mit ihrer Debut-EP „Home“ ebenfalls ein. Dabei schaffen sie es, mit eigenem Sound zu punkten und sich nicht an den Lorbeeren anderer Größen zu bereichern.

Platz 1: Eskalation – „360°“

Eine der vielen positiven Überraschungen des Jahres. Was ich vorher schon in der Single „Degenaration“ gehört habe, war in Albumlänge noch viel brillanter. Dieser Mix aus so vielen Genres ist mutig und mehr als gelungen. Auch auf der Bühne schafft es die Combo um den Affen mit Posaune zu begeistern, und ich hoffe auf noch so manchen Gig. Und vielleicht auch schon bald ein bisschen neue Musik.

 

Reviews

Review: Band ESKALATION liefern mit 360° den Soundtrack für den Sommer
Man nehme etwas Krafklub, dazu etwas Jamaram, eine Prise Sondaschule, garniere das ganze mit ein paar Synthie-Lines und erhält den Soundtrack für diesen Sommer. „360°“, nicht nur die prognostizierte Höchsttemperatur dieses Jahr, sondern auch das neue Album der Nürnberger Formation ESKALATION.
9 / 10 Punkte
Man nehme etwas Krafklub, dazu etwas Jamaram, eine Prise Sondaschule, garniere das ganze mit ein paar Synthie-Lines und erhält den Soundtrack für diesen Sommer. „360°“, nicht nur die prognostizierte Höchsttemperatur dieses Jahr, sondern auch das neue Album der Nürnberger Formation ESKALATION.

Und auch wenn seine EP erst im neuen Jahr erscheinen wird, so soll trotzdem Nico Laska hier hervorgehoben werden. Denn auch seine Single „Light It Up“ steht für mich mit seiner unglaublich emotionalen Gangart in der engsten Auswahl um den Song des Jahres.