Authority Zero releasen mit "Broadcasting To The Nations" das Punkrock-Album für den Sommer

Melodic Punkrock als Grundlage, gepfeffert mit Reggae und einer Prise Hardcore: Fertig ist das neue Album von Authority Zero. Warum das Album bei uns im Auto rauf und runterläuft.
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Authority Zero schaffen mit dem Opener “The First One In The Pit” einen krachenden Einstieg in ihr sechstes Album. Zu Beginn des Tracks hört man noch eine Live-Crowd mehrfach “Let’s Go, Zero!” rufen, wenig später geht es mit typisch schnellen Punkrock-Drums gleich ordentlich nach vorn. Der erste Song ist auch gleich ein schönes Beispiel für einen guten Punkrock-Song: Einfacher Text mit Sing-Along-Einlagen, schnelle Gitarren und eine Melodie, die einfach nur “catchy” ist. 
Die ursprünglich aus Arizona stammende Band um den Sänger und einzig noch verbliebenes Gründungsmitglied Jason DeVore ist bekannt für ihren schnellen, melodischen Punkrock. Zum originellen Soundmix vermischt die Gruppe mitunter einige Reggae- und Hardcore-Parts und sorgt damit für willkommene Abwechslung. 

Authority Zero feuern auf “Broadcasting to the Nations” ein wahres Feuerwerk an gut geschriebenen und eindringlichen Songs ab. “Bayside” in der Mitte des Albums ist ein solcher Hit. Tolle Melodien, die perfekt auf die starken Vocals von Sänger Jason und die Backing Vocals abgestimmt sind, dazu eine groovige Baseline und ein gut treibendes Schlagzeug. So muss Melodic Punk klingen.

Als großartige Abwechslung entpuppt sich der nächste Track der Scheibe: “Revolution Riot” ist so ein “Feel-Good”-Reggae Song, den man ruhig auf jede Roadtrip-Playlist packen sollte. Ein wirklich einfacher aber effektiver Ohrwurm im Refrain, dazu eine typische Reggae-Gitarre und noch eine Orgel als kleines Bonbon. Ganz ähnlich funktioniert der Title-Track “Broadcasting To The Nations”, der nochmal einen Ticken schneller ist und ebenfalls die Ohrwurm-Dichte hochhält. Mit seinem hohen Tempo, den wunderbar schnellen Gitarren und einer abwechslungsreichen Bridge inklusive Mitklatsch-Part und fiesem Break mittendrin ist der Song garantiert auch live ein Knüller. 
Der darauffolgende fünfte Song “Summer Sickness” schlägt in die ruhigere Kerbe und wirkt für mich fehl am Platz. Wieder ein Reggae-Song, aber insgesamt zu eintönig, um wirklich zu überzeugen. Vielleicht tauchte er dazu auch noch an falscher Stelle im Album auf. Ähnlich ruhig, aber um Längen besser ist dann schon “When We Rule The World” weiter hinten auf der Platte. Hier feuern die Gitarren nicht so schnell, sondern lassen einmal Zeit zum Durchatmen und geben dem Song schon einen “Lullaby”-Charakter. “So rock yourself to sleep tonight” verrät im Text auch schon etwas vom Schlaflied - durchaus aber nicht negativ behaftet!

“No Guts No Glory” ist als Rausschmeisser sehr schön gewählt. Ähnlich schnell wie im Opener prügelt sich Drummer Chris Dalley noch ein letztes Mal durch die Strophen. Hart catchy wird es wieder im Refrain - mehrstimmige Vocals unterlegt mit einer ordentlichen Gitarrenwand regen gleich zum Mitsingen an.

“Broadcasting To The Nations” ist ein sehr gutes Punkrock-Album für den Sommer und wird insbesondere Fans von Bad Religion, Pennywise und ZSK sofort überzeugen. Textlich sollte man hier keine Meisterleistung erwarten, was wiederum aber auch etwas positives mit sich bringt: Die Refrains sitzen eigentlich schon beim ersten Durchhören. Somit steht einem guten Konzertbesuch nichts im Wege.

Fazit

7.7
Wertung

Herrlich angenehmes und grooviges Punkrock-Album für die nächste Fahrt zum Festival oder den nächsten Besuch am See. Authority Zero glänzen zwar nicht mit tiefgründigen Texten, überzeugen aber dennoch mit sehr guten Vocals und vielfältigen Songs.

Lucio Waßill
7.8
Wertung

Authority Zero auf die Ohren und das Leben ist schön. Der locker, flockige Punk Rock mit Rise Against-Flair, macht vom ersten bis zum letzten Track große Freude. Aufgemotzt mit Ska- und Reggae-Elementen hat das Album Potenzial zum Sommer-Soundtrack 2017.

Miriam Rhein