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Monatsvorschau Januar 2019: Turbostaat, Dendemann, Callejon uvm.

Mi, 02.01.2019 - 11:56
Wir werfen einen Blick auf den Januar 2019 und freuen uns jetzt schon auf einen bunten Musik-Mix. Turbostaat bringen ein Live-Album heraus, Dendemann wird sein lang erwartetes neues Album releasen und viele weitere Künstler starten das Jahr mit neuer Musik.

Callejon

2019 startet mit Fäkaliensprache und einer gehörigen Portion Augenzwinkern. Callejon widmen sich auf „Hartgeld im Club“ (VÖ: 04.01.2019) der Creme de la Creme des deutschsprachigen Hip-Hop. Von KIZ, welche selbst mit einer Kollaboration vertreten sind, bis Deichkind bleibt niemand verschont. Für weiteres Ohrwurmpotential dürften Hits wie "Kids (zwei Finger an den Kopf)", "Willst Du", "Schlechtes Vorbild sorgen". Nach dem letzten, weitestgehend gediegenen Output namens „Fandigo“ sind die Stromgitarren nun zurückgekehrt. Ob und wie sich diese mit Trap-Beats und Sprechgesang vereinen lassen, werden wir in einigen Tagen wissen.

Turbostaat

Turbostaat starten mit einem fulminanten Live-Album ins noch junge Jahr 2019. Im April 2018 luden sie zu drei aufeinanderfolgenden Konzerten ins Conne Island in Leipzig ein, um 20 Jahre Turbostaat gebührend zu feiern. Das Ergebnis waren schweißnasse Wände, ein vom Singen und Pogen ramponiertes Publikum und Nachtbrot. Das Live-Album erscheint am 11. Januar mit 21 ausgewählten Songs entweder auf CD oder als Sammlerstück auf Doppel-Vinyl inklusive Foto-Buch.

Oomph!

Das Schock-Potential ist längst verflogen, die großen Erfolge liegen rund 10 Jahre zurück und die Kids von heute zelebrieren eher elektronische Beats, als Düsternis und Weltschmerz. Keine guten Vorzeichen für das nunmehr 13. Studioalbum des Wolfsburger Trios. Und doch läuft die Promo-Maschine auf Hochdruck; auch und gerade für die anstehende Hallentour im Frühjahr. Es wird interessant zu sehen, inwieweit man im 30ten Jahr nach Bandgründung noch relevante Kunst produzieren kann, ohne allzu repetitiv zu wirken. Hohe Hürden für „Ritual“ (VÖ: 18.01.2019), aber auch zu hoch?

Bring Me The Horizon

Haben Bring Me The Horizon in den letzten Jahren primär mit ausgefallenen Merchandise-Artikeln und aufgeblasenen Streitereien (siehe Bad Religion) auf sich aufmerksam gemacht, so könnte 2019 den fragwürdigen Ruf ein Stück weit retten. Oli Sykes hat eine gehörige Portion Experimentierfreude angekündigt, was in Anbetracht der vehementen Abkehr vom Deathcore der Anfangstage durchaus glaubhaft wirkt. „Amo“ erscheint erst am 25.01.2019, doch die Singles „Mantra“ und „Wonderful Life“ erhitzen die Gemüter schon heute. Großes Potential für Diskussionen über Sinn und Unsinn der musikalischen (Weiter-)Entwicklung.

Dendemann

Trotz längerem Schaffen als Musiker verbucht Dendemann bislang lediglich zwei Platten in seiner Diskographie. Seine erfrischende Wortakrobatik im Rahmen des Neo Magazin Royale (ZDF) und die dadurch gesteigerte Popularität machen die anstehende Veröffentlichung von „da nich für!“ (25.01.2019) zum logischen, nächsten Schritt. Die Vorab-Single „Keine Parolen“ wusste bereits mit bissiger Gesellschaftskritik zu überzeugen, in einigen Tagen steht dann das Gesamtwerk auf dem Prüfstand.