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Die besten Platten 2018: Die Top 5 von Miriam

2018 neigt sich dem Ende zu und die Redaktion blickt noch einmal auf ihre Lieblingsplatten des Jahres zurück. Heute stellt euch Miriam ihre Schätze vor.

Kaum ein Jahr hat mich musikalisch so rastlos gemacht wie 2018. Ein Grund dafür war sicherlich der Mangel an wirklich guten Heavy-Metal-Alben. Neue große Epen, deren Geschichten ich mir gern habe erzählen lassen, wenn der eigene Kopf zu voll ist, blieben dieses Jahr vollkommen aus. Stattdessen regierte die Wut in Form von vielen großartigen Punk-Platten. Aber man kann nicht immer wütend sein, obwohl meine Top 5 dieses Jahr den Anschein erwecken mögen. Die Auswahl der Alben stand für mich schnell fest, die Reihenfolge bereitet mir allerdings Bauchschmerzen. Versteht diese Aufzählung daher bitte nicht als Hierarchie, sondern als Zusammenfassung eines ganz besonderen Jahres des Deutschen Punk Rocks.

 

Platz 1: Massendefekt – „Pazifik“

Bei Album der Woche habe ich mit meiner Wertung zu diesem Album neue Maßstäbe gesetzt, deswegen darf an dieser Stelle gar nichts anderes stehen. Und vielleicht auch, weil ich dieses Gefühl beim ersten Mal Hören so schnell nicht vergessen werde: Man wartet monatelang auf ein Album der Lieblingsbands, hat schon fast ein bisschen Angst, dass es den Erwartungen nicht gerecht wird. Und dann, beim zweiten Song, macht sich dieses wohlig warme Gefühl breit, dass das Album noch viel besser wird.

Massendefekt und "Pazifik": Essentielles Update

Reviews
Massendefekt sind zurück - und wie! Nach dem sehr umstrittenen Vorgänger lassen die Meerbuscher mal wieder von sich hören und bügeln auf „Pazifik“ so ziemlich jeden Kritikpunkt aus, den man von „Echos“ so gehört hat. Sie sind härter und haben deutlich mehr zu sagen!
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Platz 2: Tequila and the Sunrise Gang – “Of Pals and Hearts”

Dieser Sommer wäre ohne den Song „Keep Me Arrested“ nicht derselbe gewesen. Immer wenn keiner guckte, bin ich hinterm Steuer meines Autos genauso ausgerastet wie die Kieler Band im dazugehörigen Video. Auch sonst war das neue Album ein treuer Begleiter, auf den ich mich dieses Jahr (neben Massendefekt) am meisten gefreut habe.

Tequila And The Sunrise Gang läuten mit „Of Pals And Hearts“ den Sommer ein

Reviews
Mit ihrem fünften Studioalbum stellen Tequila And The Sunrise Gang erneut ihr facettenreiches Können unter Beweis und vereinen Reggae, Ska und Rock im multiinstrumentalen Klanggewand.
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Platz 3: Adam Angst – „Neintology“

Darauf hat die Welt gewartet – zumindest kam es einem langsam so vor. Gefühlt Ewigkeiten angekündigt, hat sich das Ausharren auf „Neintology“ gelohnt. Ganz wie man es vom Schönfuß’schen Wahnsinn gewohnt ist, kriegt alles und jeder sein Fett weg, man fühlt sich ertappt und bestätigt, unterhalten und belehrt. Was nach einer Unmöglichkeit der Dinge klingt, ist im CD-Spieler ein in sich fast unerträglich stimmiges Gesamtwerk.

Adam Angst und „Neintology“: Kinnhaken gegen den beschränkten Horizont

Reviews
Mit beißender, mal süßlicher und mal überspitzer Stimme à la Alligatoah keift sich Felix Schönfuss durch zehn bitterböse-sarkastische Bestandaufnahmen des westlichen Unvermögens.
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Platz 4: Radio Havanna – „Utopia“

Liebe auf den zweiten Blick war es mit mir und Radio Havanna. „Utopia“ hat mich zur richtigen Zeit am richtigen Ort erwischt, lechzend nach Stunk und Wut, die ich das letzte Mal bei Planlos gespürt habe.

Radio Havanna und „Utopia“: Neue Freiheit

Reviews
Knapp drei Jahre nach „Unsere Stadt brennt“ veröffentlichen Radio Havanna am 12.01. ihr nun schon sechstes Studioalbum „Utopia“. Einiges hat sich bei den Wahlberlinern in den letzten drei Jahren geändert: Nach etwas Ärger mit diversen Plattenfirmen entschieden sich die Jungs ihr eigenes Label „Dynamit Records“ zu gründen, auf dem ihr neuer Silberling auch erscheinen wird. Dadurch haben Radio Havanna den Schritt zu einer immer mehr in Mode kommenden DIY-Band gemacht.
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Platz 5: Minipax – „LiebeHassFriedenKrieg“

Minipax sind sicherlich streitbar. Antifa-Pop, Andrea-Berg-Punk – wie auch immer man diesen – zugegeben kitschig-melodischen – Sound auch nennt, er verleiht dem typischen Punk-Geschrammel eine frische Note, die ich sehr schätze. Einmal gehört, bleibt nicht nur ein Song dieses Albums im Ohr. Für diesen Mut und das Können, klare Worte in zugänglichem Minipax-Gewand in die Welt zu feuern, gehört das Album unbedingt in diese Aufzählung!

Minipax und „LiebeHassFriedenKrieg“: Antifa-Deutschpop mit Herz und Verstand

Reviews
Gegensätze ziehen sich bekanntlich an und Minipax liefern auf ihrem Debütalbum den Beweis: Pop trifft auf Punkrock, einfache Melodien auf bedeutungsvolle Texte und Gesellschaftskritik auf Utopie.
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