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Die besten Platten 2018: Die Top 5 von Lara

Fr, 28.12.2018 - 17:14
2018 neigt sich dem Ende zu und die Redaktion blickt noch einmal auf ihre Lieblingsplatten des Jahres zurück. Heute stellt euch Lara ihre Schätze vor.

Das Jahr neigt sich dem Ende entgegen und ich muss feststellen, dass ich wohl ein bisschen hinterherhinke. Denn mein musikalischer Favorit dieses Jahr stammt tatsächlich von Januar.

Platz 5: Anti-Flag – „American Reckoning“

Wenn Punkbands ihre Songs akustisch vertonen, kann das schief gehen, aber auch super gelingen, wie in diesem Fall bei Anti-Flag. Mehr muss ich eigentlich gar nicht dazu sagen, denn meine ausführliche Meinung gibt es bereits in meiner Review.

Anti-Flag und „American Reckoning“: Akustische Alternativen

Reviews
Anti-Flag können nicht nur laut, sondern auch ruhig. Das beweisen sie mit ihrem neuen Akustikalbum, auf das sie sich auch an ein paar große Klassiker der Rockgeschichte trauen.
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Platz 4: ZSK – „Hallo Hoffnung“

ZSK sind dafür bekannt, dass sie ihre Meinung rausposaunen. Das haben sie sich für „Hallo Hoffnung“ auch wieder vorgenommen und geschafft. Auch wenn nicht alle Songs auf diesem Album meinem Geschmack entsprechen, ist der Rest doch zu würdigen. Das Gute an ZSK ist ja auch, dass man ihre Texte nach einmaligem Hören direkt verinnerlicht hat und beim nächsten Konzert sofort mitbrüllen kann. Und wer sich politisch vielleicht lieber zurückhält, kann immer noch mitsingen: „Es müsste immer Musik da sein“.

ZSK und „Hallo Hoffnung“: Nostalgie statt Zukunftsvision

Reviews
Ein vielversprechender Albumtitel von einer nach wie vor vielversprechenden Band. Doch ob „Hallo Hoffnung“ das jugendliche Rebellenherz höher schlagen lässt, ist ungewiss.
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Platz 3: Feine Sahne Fischfilet – „Sturm und Dreck“

Am gleichen Tag erschienen wie die neue Donots-Platte, mussten Feine Sahne Fischfilet sich etwas gedulden, bis ich mir ihr neues Werk zu Gemüte geführt habe. Aber schließlich konnten mich die Ska-Punker dann doch noch kriegen. „Zuhause“, „Wo niemals Ebbe ist“, „Zurück in unserer Stadt“ und natürlich „Alles auf Rausch“ sind einfach Ohrwürmer geworden, die ich nicht so schnell loswerden kann. Die Band hat dieses Jahr zwar vor allem wegen sich aufregender politischer Gegner für Schlagzeilen gesorgt, aber ich finde immer noch, dass die Zeile „Ich kann immer noch nicht singen und spiel‘ jetzt bei Rock am Ring“ auch ein bisschen Respekt verdient hat. Also dann bis nächstes Jahr am Ring!

Feine Sahne Fischfilet und „Sturm und Dreck“: Unveränderter Kurs

Reviews
Feine Sahne Fischfilet haben den waghalsigen Versuch unternommen, große Emotionen, Eskalation, Widerstand und Zusammenhalt auf eine Platte zu pressen und präsentieren: Sturm und Dreck.
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Platz 2: Itchy – „All We Know“

Ja, ich weiß, das Album ist tatsächlich von 2017, nicht 2018. Aber ich habe es dieses Jahr erst richtig für mich entdeckt und es lief rauf und runter. Wie gesagt, ich hinke ein bisschen hinterher. Itchy verstehen es einfach, sich in ihren Texten Gedanken zu machen und zum Denken anzuregen. Trotzdem wirkt die Musik dabei nicht verkrampft. Und natürlich darf auch ein bisschen Selbstironie nicht fehlen. Lieblingssong ist „Day In Day Out“ und das Video zu „Fall Apart“ feiere ich immer noch.

Weniger Party, dafür musikalische Oberklasse – Itchy anders, aber stark auf „All We Know“

Reviews
Nach der Umbenennung in Itchy besteht für viele Fans die Frage, wie sich die Musik der ehemaligen Itchy Poopzkid nun anhört. Die mittlerweile seit über 16 Jahren bestehende Band hat sich immer weiterentwickelt und wurde schon auf „Six“ in ihrer Themenauswahl kritischer. Nun veröffentlichen Itchy am 21. Juli ihre neue Platte „All We Know“. Wie klingt nun also ihr siebtes Studioalbum?
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Platz 1: Donots – „Lauter als Bomben“

Das Jahr begann mit der heiß ersehnten neuen Donots-Platte. Auch wenn mich die vorab erschienene Single „Rauschen (auf jeder Frequenz)“ eher enttäuscht hatte, konnte ich es nicht erwarten, die Platte mit dem vielversprechenden Titel „Lauter als Bomben“ aufzulegen. Drei Jahre hatte ich bis dahin Zeit gehabt, mich an Ingos deutsche Stimme zu gewöhnen und ich muss sagen, ich bin immer noch begeistert vom Wechsel in die Muttersprache. Ob ernste Songs wie eben „Rauschen“ (mit dem ich mich inzwischen auch anfreunden konnte), melancholischere Texte („Das Dorf war L.A.“) oder seltsame Zusatz-Tracks aus der Feder von Guido Knollmann („Ösel aus Nürnberg hat Geburtstag“)  ̶  das Album ist rundum gelungen und macht auch immer wieder Spaß, bei Konzerten laut mitgebrüllt zu werden. Die Donots machen trotz ernster Texte einfach immer wieder gute Laune. Mein Favorit von „Lauter als Bomben“? Ganz eindeutig „Piano Mortale“. Oder doch „Eine letzte letzte Runde“?

Donots mit „Lauter als Bomben“ auf dem Weg zu alter Stärke

Reviews
Schnell merkt man, dass die Donots und deutschsprachiger Gesang zusammengefunden haben. Politik, Freundschaft und das „Wir“-Gefühl geben den Tonus der Platte an.
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