Editorial: Als Newcomer in der Musikwelt

Musikjournalismus ist viel zu oft nur für diejenigen da, die es im Zirkus der Musikwelt bereits geschafft haben. Aber von all den bekannten Bands da draußen hat quasi niemand von ganz oben gestartet. Wir werfen einen Blick zurück zum Anfang, der schon lange überfällig war.
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Einer der Grundansätze bei der Arbeit unseres Fanzines war schon immer, auch die Geschichten der ganz kleinen Perlen im Musikdschungel zu erzählen. Diese Prämisse haben wir in der Vergangenheit zum Beispiel mit unserer Interviewreihe „Unter dem Radar“ in die Tat umgesetzt (übrigens ein Format, das in diesem Monat passenderweise ENDLICH sein Comeback feiern wird!). Im Themenmonat „Als Newcomer in der Musikwelt“ wollen wir uns dieser Idee noch mehr widmen und sowohl einen Blick auf das Schaffen von Newcomern werfen, als auch Hilfestellung für diejenigen geben, die sich als Neuankömmlinge in der Musikbranche noch nicht zurechtfinden.

Für diesen Monat haben wir gleich mit zwei Bands gesprochen: Bei der ersten handelt es sich um Youth Killed It, die zwar schon etwas Branchenerfahrung auf dem Buckel haben, dafür aber prägnant zeigen, dass DIY nicht immer nur ein Mittel des Anfangs sein muss. Mit ihrem neuen Album bewegte sich die Band weg von ihrem Label und wieder hin zu einer eigenständigen Veröffentlichung. Im Interview mit Mark erzählt uns die Band, was sie zu diesem Schritt bewegt hat – und was er ihr gebracht hat. Jannika hat sich außerdem mit den Nürnbergern Impvlse unterhalten, die einen Einblick in ihre Welt als noch relativ frisch gegründete Band geben.

Gleichzeitig wollen wir diesen Monat aber vor allem nutzen, um euch zumindest eine kleine Hilfestellung in der unübersichtlichen und riesigen Welt der Musikindustrie zu geben. Jan hat sich dafür mit Paul Kreuzer unterhalten, der mit Home Away From Home Booking in den letzten Jahren viel Erfahrung im selbstständigen Buchen von Shows sammeln konnte. Außerdem erzählt euch Meret aus eigener Erfahrung, mit welchem Anbieter man seine Musik am besten auf Spotify bringt. Als Empfänger zahlreicher Pressemails haben wir euch außerdem aus erster Hand ein paar nützliche Hinweise für Album-Promotion zusammengestellt, die auch tatsächlich gelesen wird.

Schlussendlich wollen wir mit diesem Monat vor allem Eines erreichen: Euch motivieren, Proberäume, Studios und Bühnen zu betreten und die Welt mit mehr toller Musik zu bereichern. Auch aus diesem Grund habe ich für den ersten Text dieses Monats ein Plädoyer dafür geschrieben, einfach mal anzufangen. Denn ganz egal, was euch alle Leute erzählen wollen: Die Zeiten für eine neue Band waren noch nie besser!